Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla inclinata
Auch bekannt als: Potentilla impolita
Schon von weitem fällt das Graue Fingerkraut (Potentilla inclinata) durch seine silbrig-grau behaarten Blätter und die leuchtend gelben Schalenblüten auf. Diese Pflanze ist ein spezialisierter Überlebenskünstler für karge Standorte und in unseren Regionen bereits stark gefährdet, was sie zu einem wertvollen Gast in deinem Garten macht. Als Art der Roten Liste (Kategorie 3) hilft sie dabei, die biologische Vielfalt dort zu erhalten, wo andere Pflanzen aufgrund von Trockenheit aufgeben. Sie ist ideal für sonnige Plätze, an denen du die Natur sich selbst überlassen möchtest. Mit diesem Fingerkraut holst du dir ein Stück echte Wildnis zurück in dein Beet.
Gefährdete Schönheit: Ein robuster Überlebenskünstler für sonnige Magerbeete.
Mit dem Grauen Fingerkraut förderst du eine Pflanzenart, die laut Roter Liste in der Kategorie 3 (gefährdet) geführt wird. In der freien Natur verschwinden ihre Lebensräume wie Trockenrasen zunehmend, weshalb naturnahe Gärten als wichtige Rückzugsorte dienen. Die Pflanze besiedelt extreme Nischen und trägt so zur Stabilisierung ökologischer Gemeinschaften auf kargen Böden bei. Da sie auch an Wegrändern und Böschungen vorkommt, dient sie als wichtiges Element für die Vernetzung von Biotopen (Lebensräumen). Ihre Samenreife im Spätsommer bietet zudem eine natürliche Nahrungsgrundlage für die Tierwelt trockener Standorte.
Das Graue Fingerkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungen bekannt sind, solltest du in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht walten lassen und die Pflanze nicht zum Verzehr verwenden. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, doch die raue Behaarung kann bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.24 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der Wärme speichert.
Boden: Die Erde muss mager und trocken sein; die Pflanze ist ein Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Nährstoffen aus).
Pflanzzeit: Setze das Fingerkraut im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Wässern: Nur in der ersten Zeit nach der Pflanzung gießen, danach ist sie extrem trockenheitsresistent.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, da nährstoffreiche Böden die Pflanze verdrängen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, das Stehenlassen der Triebe schützt die Wurzel im Winter.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich an zusagenden Standorten meist von selbst über Samen.
Begleitpflanze: Eine gute Partnerin ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum).
Ökologische Begründung: Beide Arten sind typische Bewohner heimischer Magerwiesen und teilen die Vorliebe für nährstoffarme, sonnenexponierte Standorte.
Das Graue Fingerkraut (Potentilla inclinata) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Sie besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Felsfluren, was ihren Status als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) unterstreicht. Typisch ist der aufsteigende Wuchs und die dichte Behaarung der Blattunterseiten, die als Verdunstungsschutz dient. Aufgrund schwindender Lebensräume wird sie in der Roten Liste als gefährdet geführt.
1 Video zu Graues Fingerkraut

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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