Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla indica
Auch bekannt als: Scheinerdbeeren, Indische Scheinerdbeere, Trugerdbeere, Indische Erdbeere, Falsche Erdbeere, Scheinerdbeere, fraisier des indes
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Scheinerdbeer-Fingerkraut (Potentilla indica) an seinen leuchtend gelben Blüten und den kugeligen, roten Scheinfrüchten, die im Gegensatz zur Walderdbeere aufrecht nach oben stehen. Da die Pflanze erst im 19. Jahrhundert aus Asien zu uns kam, wird sie heute als Neophyt (gebietsfremde Art) eingestuft. Im Garten ist sie ein robuster Bodendecker, der vor allem für die Honigbiene (Apis mellifera) von Bedeutung ist, da er von Mai bis Oktober eine verlässliche Nahrungsquelle bietet. Durch ihren kriechenden Wuchs schließt sie schnell Lücken im Halbschatten. Wenn du einen unkomplizierten Teppichbildner für schwierige Ecken suchst, ist diese Art eine gute Wahl.
Dankbarer Bodendecker mit gelbem Blütencharme von Mai bis Oktober.
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Das Scheinerdbeer-Fingerkraut dient nach aktuellen Bestäubungsdaten als wichtige Nahrungsquelle für die Honigbiene (Apis mellifera). Da die Blütezeit mit Mai bis Oktober außergewöhnlich lang ist, bietet die Pflanze über viele Monate hinweg Nektar und Pollen an. Dies ist besonders wertvoll, um Nahrungsengpässe im Hochsommer und Frühherbst zu überbrücken. Als dichter Bodendecker trägt sie zudem zur Beschattung des Bodens bei, was die Bodenfeuchtigkeit bewahrt und ein kühleres Kleinklima für Bodenorganismen schafft. Da sie ein Neophyt ist, wird sie von heimischen Insekten zwar genutzt, hat aber keine spezialisierten Beziehungen zu seltenen Wildbienenarten.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Zwar sind die roten Scheinfrüchte nicht stark giftig, sie sind jedoch geschmacklos und können bei Verzehr größerer Mengen Magenbeschwerden verursachen. Du kannst sie sicher von der echten Walderdbeere (Fragaria vesca) unterscheiden, da das Scheinerdbeer-Fingerkraut gelbe Blüten besitzt, während die echte Erdbeere weiß blüht.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.15 m
Standort: Wähle für die Pflanze einen Platz im Halbschatten.
Boden: Sie ist ein Starkzehrer (benötigt nährstoffreichen/fetten Boden), daher sollte die Erde gut mit Humus versorgt sein.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide dauerhafte Trockenheit.
Mykorrhiza: Die Pflanze lebt in Symbiose mit Pilzen (VAR - Vesikulär-Arbuskuläre Mykorrhiza), was ihre Nährstoffaufnahme im Gartenboden verbessert.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da sie sich über Ausläufer stark ausbreitet, kannst du die Triebe bei Bedarf einfach mit dem Spaten abstechen.
Vermehrung: Die Ausläufer bilden an den Knoten neue Wurzeln und können leicht verpflanzt werden.
Kombinationsempfehlung: Gute heimische Partner sind die Gewöhnliche Nelkenwurz (Geum urbanum) oder der Wald-Ziest (Stachys sylvatica).
Ökologische Begründung: Diese Arten teilen den Standortanspruch an nährstoffreiche, halbschattige Böden und bilden gemeinsam ein stabiles Bodenpolster.
Das Scheinerdbeer-Fingerkraut (Potentilla indica) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Ursprünglich in Süd- und Ostasien beheimatet, ist es in Mitteleuropa heute verbreitet in Gärten, Parks und an schattigen Waldrändern zu finden. Die Pflanze zeichnet sich durch lange, oberirdische Ausläufer aus, mit denen sie sich effizient ausbreitet. Ihre dreizähligen Blätter ähneln stark denen der echten Erdbeere, doch die gelbe Blütenfarbe und der steife Wuchs der Früchte dienen als klare Unterscheidungsmerkmale für Naturbeobachter.
1 Video zu Scheinerdbeer-Fingerkraut

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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