Bild folgtKI-generierte IllustrationLaserpitium prutenicum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer das Preußische Laserkraut (Laserpitium prutenicum) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen großen, weißen Blütenschirmen und den markant gefiederten Blättern ist es eine beeindruckende Erscheinung im Garten. Da die Pflanze in Deutschland und der Schweiz auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Stufe 2) steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Besonders der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt die Pflanze gern. Du holst dir damit eine echte botanische Rarität nach Hause, die nicht jeder im Beet hat. Wenn du einen eher feuchten, kalkhaltigen Standort bieten kannst, wird sie dich über Jahre hinweg erfreuen.
Rettungsanker für Schwalbenschwanz und Schwebfliegen: Ein seltener Schatz fürs Beet.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Preußische Laserkraut eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Fluginsekten. Besonders Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus), die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) und die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) besuchen die offenen Dolden. Auch die Mondschwebfliege (Eupeodes latifasciatus) nutzt das reiche Angebot an Pollen und Nektar. Für Schmetterlinge wie den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) bietet die Pflanze eine wertvolle Tankstelle auf ihren Flügen. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände zudem Vögeln wie dem Stieglitz als natürliche Futterquelle.
Das Preußische Laserkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Doldengewächse enthält es Stoffe, die bei Berührung in Kombination mit Sonnenlicht phototoxische Reaktionen (Hautirritationen durch Lichtempfindlichkeit) auslösen können. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du die Pflanze daher eher in den Hintergrund des Beetes setzen, wo sie nicht direkt berührt wird.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.43 m
Das Preußische Laserkraut benötigt einen Platz, der seinen natürlichen Standort auf wechselfeuchten Wiesen widerspiegelt.
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Ort mit kalkhaltigem Boden.
Boden: Er sollte humos sein und Feuchtigkeit gut halten können, ohne dass Staunässe entsteht.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in die Erde, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da sie an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist, solltest du auf Dünger verzichten.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich an zusagenden Stellen selbst aus; die Samen benötigen den Kältereiz des Winters zum Keimen.
Rückschnitt: Schneide die Dolden erst im Spätwinter zurück, damit Insekten darin überwintern können.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Sumpf-Scharfgarbe (Achillea ptarmica). Beide Arten schätzen wechselfeuchte Standorte und bilden mit ihren unterschiedlichen weißen Blütenformen ein harmonisches, ökologisch wertvolles Bild.
Das Preußische Laserkraut gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) innerhalb der Ordnung der Doldenblütlerartigen (Apiales). Es ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland und der Schweiz, die bevorzugt in lichten Wäldern und auf wechselfeuchten Magerwiesen wächst. Morphologisch fallen besonders die zwei- bis dreifach gefiederten Grundblätter auf, deren Abschnitte eiförmig bis lanzettlich geformt sind. Als Mykorrhiza-Pflanze lebt sie in einer lebensnotwendigen Symbiose (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza) mit speziellen Bodenpilzen, die den Nährstoffaustausch fördern.
17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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