Bild folgtKI-generierte IllustrationPrimula veris subsp. veris
An ihren dottergelben Blüten mit den fünf orangen Flecken im Schlund lässt sich die Wiesen-Primel (Primula veris subsp. veris) sofort erkennen. Die Pflanze wächst in lockeren Dolden an einem blattlosen Stiel über einer grundständigen Blattrosette. Da sie auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste steht, ist sie eine besonders wertvolle Ergänzung für deinen Naturgarten. Als heimische Wildpflanze ist sie perfekt an unser Klima angepasst und besiedelt bevorzugt sonnige, eher nährstoffarme Plätze. Mit ihrer Ansiedlung leistest du einen aktiven Beitrag zum Erhalt dieser schwindenden Art. Achte darauf, ihr einen ungestörten Platz zu geben, an dem sie sich über Jahre etablieren kann.
Gelber Frühlingsbote auf der Vorwarnliste: Hol dir den Artenschutz in den Garten.
Die Wiesen-Primel ist eine indigene Art, die in Deutschland und der Schweiz als ökologisch bedeutsam eingestuft wird. Da sie bereits auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste geführt wird, hat ihr Schutz im Garten eine hohe Priorität für die regionale Biodiversität. Als Frühblüher stellt sie eine wichtige Ressource dar, wenn das restliche Nahrungsangebot noch knapp ist. Durch ihre Vorliebe für magere Böden fördert sie die Entstehung spezialisierter Lebensräume, die in unserer intensiv genutzten Landschaft immer seltener werden. Ihre Anwesenheit im Garten stützt die Vernetzung lokaler Wildpflanzenpopulationen.
Primula veris subsp. veris (Primel (Zimmerstaude)) gilt als leicht giftig. Giftige Teile: Wurzeln, Blaetter, Blueten. Wirkstoff: Saponin, Primin (Kontaktallergen). Bei Beschwerden: Giftnotruf: 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Wähle für die Wiesen-Primel einen sonnigen Standort aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist.
Als Schwachzehrer benötigt sie einen mageren Boden; vermeide daher unbedingt die Gabe von Mineraldünger oder Kompost.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden nicht gefroren ist.
Da sie mehrjährig ist, zieht sie sich im Winter in ihre Blattrosette zurück.
Die Vermehrung klappt am besten durch Selbstaussaat; lass die Samenstände im Sommer einfach stehen.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, das Entfernen alter Blätter im zeitigen Frühjahr fördert jedoch den Neuaustrieb.
Kombinationsempfehlung: Die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) ist eine ideale Partnerin. Beide Arten teilen die Vorliebe für magere Standorte und bilden zusammen das klassische Bild einer artenreichen, heimischen Blumenwiese nach.
Die Wiesen-Primel gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und zur Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales). Sie ist in Deutschland und der Schweiz indigen und besiedelt dort bevorzugt frische, magere Wiesen und lichte Waldränder. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre runzeligen, eiförmigen Laubblätter und die einseitswendigen, duftenden Blütendolden aus. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist sie eine Zeigerpflanze für ökologisch wertvolle, nicht überdüngte Flächen.
3 Videos zu Wiesen-Primel



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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