Bild folgtKI-generierte IllustrationPrimula villosa
Auch bekannt als: Zottige Primel
An ihren klebrigen, drüsig behaarten Blättern lässt sich die Zottige Primel (Primula villosa) sofort erkennen. Auffällig sind zudem die leuchtend rosaroten bis violetten Blüten mit ihrem meist hellen Auge, die in kleinen Dolden über der Pflanze stehen. Sie besetzt spezialisierte Nischen im Ökosystem, die für die regionale Artenvielfalt von Bedeutung sind. Mit ihr holst du dir eine echte alpine Spezialistin in den Garten, die besonders an kühle Klimate angepasst ist. Hast du schon einen passenden Platz in deinem Steingarten für diese besondere Pflanze aus den Alpen reserviert?
Alpine Kostbarkeit aus Österreich: Die robuste Primel für kalkfreie Steingärten.
Nach aktuellen Daten liegen für die Zottige Primel (Primula villosa) derzeit keine spezifischen Beziehungsdaten zu bestimmten Bestäubern oder Schmetterlingsraupen vor. Als standortheimische Art in Österreich ist sie jedoch ein fester Bestandteil der alpinen Lebensgemeinschaften. Solche Spezialisten sind wichtig für das ökologische Gleichgewicht in Gebirgsregionen, da sie Nischen besetzen, in denen andere Pflanzen nicht gedeihen können. Durch die Ansiedlung dieser heimischen Art in passenden Gartenregionen trägst du zum Erhalt der regionalen Flora bei. Sie dient als Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für die Fauna der Bergwelt, die auf spezialisierte Gebirgspflanzen angewiesen ist.
Primula villosa (Primel (Zimmerstaude)) gilt als leicht giftig. Giftige Teile: Wurzeln, Blaetter, Blueten. Wirkstoff: Saponin, Primin (Kontaktallergen). Bei Beschwerden: Giftnotruf: 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Pflanzenhöhe
0.07 m
Wähle einen Standort im Steingarten oder in Felsspalten, der hell, aber vor extremer Mittagshitze geschützt ist.
Der Boden muss zwingend kalkfrei und sehr durchlässig sein, um Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) zu verhindern.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Da die Art an kühles Bergklima angepasst ist, sollte das Substrat (Pflanzerde) niemals vollständig austrocknen.
Auf Düngergaben kannst du verzichten, da sie an magere (nährstoffarme) Bedingungen gewöhnt ist.
Eine Vermehrung ist durch die Aussaat von Samen oder durch das vorsichtige Teilen der Rosetten nach der Blütezeit möglich.
Da sie eine Spezialistin für kalkfreie Standorte ist, eignet sie sich hervorragend für die Gestaltung von Alpinarien mit Urgestein.
Achte darauf, im Winter für einen guten Wasserabzug zu sorgen, da Nässe im Winterquartier der Pflanze schaden kann.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; das Stehenlassen der Blätter schützt das Herz der Pflanze vor Frost.
Die Zottige Primel (Primula villosa) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und ist eine ausdauernde Gebirgspflanze. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet konzentriert sich auf die Ostalpen, wobei sie in der Region vor allem in Österreich vorkommt. Sie besiedelt bevorzugt die subalpine (unterhalb der Baumgrenze liegende) und alpine (oberhalb der Baumgrenze liegende) Höhenstufe. Ein markantes Merkmal sind die drüsigen Haare auf den Blättern, die ein klebriges Sekret absondern und der Pflanze ihren Namen gaben. Als petrophile Art (felsbewohnende Pflanze) wächst sie in der Natur fast ausschließlich auf kalkfreiem Gestein.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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