Bild folgtKI-generierte IllustrationPseudogaurotina excellens
An seinen metallisch-blau bis violett schimmernden Flügeldecken und dem gedrungenen Körperbau lässt sich Pseudogaurotina excellens sofort erkennen. Dieser seltene Bockkäfer (eine Käferfamilie mit meist sehr langen Fühlern) erreicht eine Körperlänge von etwa 11 bis 15 Millimetern. In deinem Garten wirst du ihn vermutlich nur finden, wenn du in höheren Lagen der Alpen wohnst und die passende Futterpflanze anbietest. Die Larve entwickelt sich über zwei Jahre hinweg im lebenden Holz der Alpen-Heckenkirsche (Lonicera alpigena) oder der Schwarzen Heckenkirsche (Lonicera nigra). Im Frühling und Sommer kannst du die erwachsenen Käfer direkt auf den Zweigen dieser Sträucher beobachten. Die Eiablage erfolgt einzeln in kleine Rindenspalten der Wirtspflanzen. Eine Generation (der Lebenszyklus vom Ei bis zum erwachsenen Käfer) benötigt für ihre Entwicklung volle zwei Jahre. Du kannst diese seltene Art fördern, indem du heimische Heckenkirschen pflanzt und auf Insektizide (Mittel gegen Insekten) in deinem Garten verzichtest. Achte darauf, alte Sträucher nicht radikal zurückzuschneiden, um die Larven im Inneren der Zweige nicht zu stören. Das Tier überwintert als Larve gut geschützt tief im Mark der Äste.
Dieser Käfer ist völlig harmlos und ein seltener Gast in naturnahen Gärten. Da er unter Naturschutz steht und auf der Roten Liste (Verzeichnis gefährdeter Arten) geführt wird, solltest du ihn lediglich beobachten und nicht berühren. Er besitzt keinen Stachel und kann auch nicht beißen.
Pseudogaurotina excellens gehört zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. Er ist ein spezialisierter Gebirgsbewohner, der in den Alpen vorkommt und dort montane (die Höhenstufe der Gebirgswälder betreffend) bis subalpine (die Zone an der Waldgrenze) Regionen besiedelt. Die Art ist ökologisch streng an die Gattung der Heckenkirschen (Lonicera) gebunden. Seine Färbung variiert je nach Lichteinfall zwischen kräftigem Blau und Violett. Die Bestände gelten aufgrund der spezialisierten Lebensweise als empfindlich gegenüber Lebensraumveränderungen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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