Bild folgtKI-generierte IllustrationPulsatilla alpina subsp. alba
Kaum zu übersehen: Die Brocken-Küchenschelle (Pulsatilla alpina subsp. alba) besticht durch ihre großen, weißen Schalenblüten und den silbrig-pelzigen Haarwuchs an Stängeln und Blättern. Mit dieser Wahl holst du dir eine echte Rarität in den Garten, denn sie gilt in Deutschland als stark gefährdet (Rote Liste 2). Als indigene (einheimische) Art ist sie perfekt an unser Klima angepasst und ein wertvoller Baustein für die regionale Biodiversität. Sie lebt in einer engen Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (Nutzpilze im Boden), was die Vitalität deines Gartenbodens fördert. Setze ein Zeichen für den Naturschutz und gib dieser bedrohten Schönheit einen festen Platz in deinem Beet.
Bedrohtes Alpenjuwel: Schütze eine der seltensten Pflanzen unserer Heimat.
Als stark gefährdete Art der Roten Liste 2 hat die Brocken-Küchenschelle eine herausragende Bedeutung für den Erhalt der heimischen Flora in Deutschland und der Schweiz. Auch wenn keine spezifischen Insektenarten in den Daten gelistet sind, dient sie als wichtiger Frühblüher in Gebirgslagen für die allgemeine Insektenwelt. Nach der Blüte entwickeln sich fedrige Samenstände, die im Winter Struktur bieten und als potenzielle Nahrungsquelle dienen. Ihre Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen fördert ein gesundes, vernetztes Bodenökosystem. Durch die Pflanzung dieser indigenen Art trägst du aktiv dazu bei, das Aussterben seltener Pflanzengesellschaften zu verhindern.
Bitte beachte, dass die Brocken-Küchenschelle nicht kindersicher ist. Wie für Hahnenfußgewächse typisch, enthält sie Inhaltsstoffe, die bei Kontakt oder Verzehr Haut- und Schleimhautschleimhautreizungen hervorrufen können. Trage bei Pflanzarbeiten am besten Handschuhe und achte auf Haustiere.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der die Lichtverhältnisse offener Berglandschaften widerspiegelt.
Boden: Der Untergrund muss mager (nährstoffarm) und kalkarm sein; die Pflanze ist ein Schwachzehrer und verträgt keine Überdüngung.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) gehalten werden, wobei eine gute Durchlässigkeit wichtig ist, um Staunässe zu vermeiden.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei und offen ist.
Pflege: Da sie über eine AM-Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Wurzel und Pilz) verfügt, solltest du auf mineralische Dünger verzichten, um diese Symbiose nicht zu stören.
Vermehrung: Eine Vermehrung erfolgt über Samen, die als Kaltkeimer eine Frostperiode benötigen, um im nächsten Frühjahr auszutreiben.
Partner: Eine ideale Begleiterin ist die Alpen-Aster (Aster alpinus) – beide teilen die Vorliebe für sonnige, magere Standorte und ergänzen sich wunderbar in ihrer Wuchsform.
Die Brocken-Küchenschelle ist eine Unterart der Alpen-Kuhschelle aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in den Gebirgsregionen Deutschlands und der Schweiz heimisch, wo sie vor allem auf mageren Bergwiesen siedelt. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre dreizähligen, tief eingeschnittenen Laubblätter und die markanten, aufrechten Blüten aus. Als ausdauernde, krautige Pflanze bildet sie im Laufe der Jahre kräftige Horste (büscheliger Wuchs) aus. Ihre Verbreitung ist eng an kalkarme, oft saure Urgesteinsböden gebunden.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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