Bild folgtKI-generierte IllustrationQuercus palustris
Auch bekannt als: Sumpf-Eiche, Boulevard-Eiche, Sumpfeiche, Boulevardeiche
An ihren tief eingeschnittenen Blättern mit den markanten spitzen Enden lässt sich die Sumpf-Eiche (Quercus palustris) sofort erkennen. Sie ist ein wahrer Charakterbaum, der im Herbst durch eine außergewöhnlich leuchtende Rotfärbung besticht und so Struktur in größere Gärten bringt. Auch wenn für diese Art aktuell keine spezifischen Bestäubergemeinschaften in unserer Datenbank vorliegen, bietet ein solch stattlicher Baum über Jahrzehnte hinweg wertvolle Nischen für die Tierwelt. Wenn du einen feuchten Platz im Garten hast, kannst du mit ihr ein lebendiges Erbe für die nächsten Generationen pflanzen.
Einzigartige rote Herbstpracht und robuster Schattenspender für feuchte Standorte.
Die Sumpf-Eiche erfüllt eine wichtige Funktion als Strukturgeber und Klimaregulator im Garten. Da in der Datenbank keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, steht vor allem ihre Rolle als Lebensraum im Vordergrund. Durch ihre dichte Krone bietet sie Vögeln sichere Nistplätze und Rückzugsorte vor Fressfeinden. Im Herbst produzierte Eicheln dienen verschiedenen Säugetieren als energiereiche Nahrung für den Winter. Zudem fördert das herabfallende Laub die Humusbildung (Entstehung fruchtbarer Erde) und bietet Unterschlupf für Bodenlebewesen. Mit ihrer Verdunstungsleistung sorgt sie an heißen Tagen für ein spürbar besseres Mikroklima in deiner grünen Oase.
Die Sumpf-Eiche wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den in den Eicheln und Blättern enthaltenen Gerbstoffen (Tanninen), die bei einem Verzehr in größeren Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Eine Verwechslung mit stark giftigen Gehölzen ist aufgrund der sehr speziellen, tief gezackten Blattform nahezu ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
27.75 m
Die Sumpf-Eiche bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten.
Da sie natürlicherweise in Auen vorkommt, liebt sie feuchte, tiefgründige Böden ohne dauerhafte Staunässe (Boden, in dem das Wasser steht und die Luft verdrängt).
Kalkhaltige Untergründe verträgt sie weniger gut, da dies zu einer Chlorose (Gelbfärbung der Blätter durch Nährstoffmangel) führen kann.
Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
In den ersten Jahren nach der Pflanzung solltest du bei sommerlicher Trockenheit regelmäßig gießen.
Ein Rückschnitt ist meist nicht nötig, da der Baum von Natur aus eine harmonische, pyramidale Krone bildet.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch das Stecken der reifen Eicheln in Töpfe im Herbst.
Achte auf ausreichend Abstand zu Gebäuden, da der Baum im Alter recht groß werden kann.
Als ökologisch passende Partnerin bietet sich die Flatter-Ulme (Ulmus laevis) an.
Beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Gehölzstreifen.
Die Sumpf-Eiche gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae) innerhalb der Ordnung der Buchenartigen (Fagales). In unserer Region wird sie laut Datenbestand als in Österreich heimisch geführt, wo sie vor allem in Flussniederungen und auf feuchten Böden gedeiht. Ein besonderes Merkmal ist ihr Wuchsbild mit waagerecht abstehenden Ästen, wobei die unteren Zweige im Alter oft charakteristisch nach unten hängen. Ihre Früchte sind recht kleine Eicheln, die nur zu etwa einem Viertel in einem flachen Fruchtbecher sitzen.
3 Videos zu Sumpf-Eiche



•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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