Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus fluitans
Auch bekannt als: Flutender Wasserhahnenfuss, Flutender Hahnenfuß
Wer den Flutenden Wasser-Hahnenfuß (Ranunculus fluitans) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine meterlangen, in der Strömung flutenden Triebbündel mit den fein zerteilten Blättern sind ein faszinierender Anblick. Da er auf der Vorwarnliste (Rote Liste Kategorie V) steht, ist er eine besonders wertvolle Ergänzung für deinen Garten, wenn du ein Fließgewässer besitzt. Er bereichert das Ökosystem (Naturhaushalt) unter Wasser und bietet als heimischer Spezialist einen wertvollen Rückzugsraum. Wenn du einen Bachlauf oder eine starke Strömung im Teich hast, solltest du dieser bedrohten Art unbedingt einen Platz geben.
Eleganz in der Strömung: Schütze diesen seltenen Spezialisten im Gartenbach.
Ökologisch ist der Flutende Wasser-Hahnenfuß vor allem durch seine Einstufung in der Vorwarnliste (Rote Liste Kategorie V - Arten, die merklich zurückgehen) von Bedeutung. Als indigen (einheimisch) geltende Art ist er ein wichtiger Bestandteil unserer natürlichen Fließgewässer-Biozönosen (Lebensgemeinschaften). Er produziert unter Wasser großzügig Sauerstoff und dient als wichtiger Strukturgeber im Bachbett. Da die aktuelle Datenbasis keine spezifischen Insektenbeziehungen ausweist, steht sein Wert als seltener Lebensraumbildner im Vordergrund. Durch die Festigung des Bodens schützt er das Kleinoekosystem in der Strömung und fördert die biologische Vielfalt im Wasser.
Der Flutende Wasser-Hahnenfuß ist nicht kindersicher. Wie fast alle Hahnenfußgewächse ist er in allen Teilen giftig, da er bei Verletzung den Stoff Protoanemonin freisetzt. Dieser wirkt stark reizend auf Haut und Schleimhäute.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.34 m
Wähle einen Standort mit fließendem, kühlem und sauerstoffreichem Wasser.
Der Boden sollte vorzugsweise aus Kies oder grobem Sand bestehen.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze von März bis Mai oder von September bis Ende November ein, solange das Wasser eisfrei ist.
Drücke die Sprossstücke zur Befestigung einfach fest in das Bodensubstrat des Gewässers.
Da er eine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) bildet, ist ein natürlicher Gewässergrund förderlich.
Ein Rückschnitt ist im naturnahen Garten meist nicht erforderlich, da die Pflanze im Winter unter Wasser grün bleibt.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch das Abtrennen und Neuansiedeln von Triebstücken.
Gute Partnerin: Die Schwanenblume (Butomus umbellatus) – beide Arten sind an das Leben in und an Fließgewässern angepasst und ergänzen sich in der Struktur am Uferrand.
Der Flutende Wasser-Hahnenfuß (Ranunculus fluitans) ist ein Vertreter der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt schnell fließende, saubere Gewässer. Im Gegensatz zu vielen Verwandten bildet er keine Schwimmblätter aus, sondern ist mit seinen fadenförmigen Blättern perfekt an das Leben in der Strömung angepasst. Seine weißen Blüten mit gelber Mitte erscheinen im Sommer oft in großer Zahl knapp über der Wasseroberfläche.
3 Videos zu Flutender Wasser-Hahnenfuß



•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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