Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus hyperboreus
Auch bekannt als: Ranunculus hyperboreus
Wer den Arktischen Hahnenfuß (Ranunculus hyperboreus) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er fällt durch seine winzigen, meist nur drei- oder vierzähligen gelben Blüten und die kriechende Wuchsform sofort auf. Da er in der Natur eher selten vorkommt, leistest du mit seiner Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt regionaler botanischer Besonderheiten. Auch ohne spezifische Daten zu einzelnen Insektenbesuchern bereichert er die Vielfalt deiner Sumpfzone ungemein. Schau ihm einfach beim Wandern über den feuchten Boden zu.
Seltener Alpin-Spezialist für nasse Füße und schlammige Uferzonen.
Als in Österreich heimische Art besetzt dieser Hahnenfuß eine wichtige ökologische Nische an extrem nassen Standorten. Er bietet dort Struktur und Bodenbedeckung, wo viele andere Pflanzen aufgrund der Staunässe nicht überleben können. Auch wenn keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, trägt das Vorhandensein solcher Spezialisten zur Gesamtstabilität des Gartenökosystems bei. Seine kriechenden Triebe bieten kleinen Amphibien und feuchtigkeitsliebenden Insekten am Boden Schutz. Durch die Ansiedlung förderst du die genetische Vielfalt regionaler Wildpflanzen.
Der Arktische Hahnenfuß ist nicht kindersicher. Wie fast alle Hahnenfußgewächse enthält er Protoanemonin, einen Giftstoff, der bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut Reizungen auslösen kann. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du ihn daher an unzugänglichen Stellen am Teichufer platzieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Standort: Wähle einen sehr feuchten bis nassen Platz, idealerweise in der Sumpfzone deines Gartenteichs.
Boden: Die Erde sollte schlammig und nährstoffreich sein; Trockenheit verträgt die Pflanze gar nicht.
Licht: Ein sonniger bis halbschattiger Platz ist ideal, solange die Feuchtigkeit konstant bleibt.
Pflanzzeit: Setze ihn zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November in den offenen Boden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, da er flach am Boden bleibt und sich durch Ausläufer selbst verjüngt.
Vermehrung: Du kannst bewurzelte Teilstücke der Ausläufer einfach abtrennen und an neuen feuchten Stellen einsetzen.
Sicherheit: Beachte, dass die Pflanze nicht kindersicher ist und bei Hautkontakt reizend wirken kann.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für nasse Füße und ergänzen sich wunderbar in der Gestaltung naturnaher Uferzonen.
Der Arktische Hahnenfuß gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in unserer Region primär in Österreich beheimatet. Er besiedelt dort als Eiszeitrelikt (Pflanze, die seit der letzten Eiszeit in Kaltbereichen überdauert hat) offene, schlammige Ufer und Sumpfstellen. Morphologisch unterscheidet er sich von anderen Hahnenfuß-Arten durch seine geringe Größe und die oft reduzierte Anzahl der gelben Kronblätter. Seine Stängel kriechen am Boden entlang und bilden an den Knoten (Stellen, an denen die Blätter ansetzen) neue Wurzeln aus.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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