Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus nivalis
Auch bekannt als: Ranunculus nivalis
Unverwechselbar ist der Schnee-Hahnenfuß (Ranunculus nivalis) durch seine leuchtend gelben Schalenblüten, die im Kontrast zu den auffällig schwarzbraun behaarten Kelchblättern (den äußeren Hüllblättern der Blüte) stehen. Die Pflanze bietet in ihren natürlichen Lebensräumen eine wichtige erste Nahrungsquelle nach der Schneeschmelze. Da die Art sehr spezifische Ansprüche hat, ist sie ein echtes Liebhaberstück für Gartenbesitzer mit einem Faible für die Flora der Alpen. Wenn du ein kühles, feuchtes Plätzchen in deinem Garten hast, kannst du mit ihr einen wertvollen Beitrag zur botanischen Vielfalt leisten.
Alpine Kostbarkeit: Ein leuchtendes Gelb direkt nach der Schneeschmelze.
In den Hochlagen der Alpen ist der Schnee-Hahnenfuß eine der ersten Pflanzen, die nach der Schneeschmelze ihre Blüten öffnen. Er stellt damit eine lebenswichtige Ressource für die spezialisierte Insektenwelt des Hochgebirges dar. Da die Blütezeit sehr früh beginnt, profitieren vor allem alpine Fliegenarten und kleine Käfer vom Nektarangebot. In einem naturnahen Garten mit Alpinum stützt du durch die Ansiedlung solcher Spezialisten die innerartliche Vielfalt und bietest seltenen Gebirgspflanzen ein Refugium. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten für den Gartenbereich noch lückenhaft sind, zeigt die Erfahrung, dass Hahnenfuß-Arten generell gern von Wildbienen angeflogen werden.
Bitte sei vorsichtig: Der Schnee-Hahnenfuß (Ranunculus nivalis) ist wie fast alle Hahnenfußgewächse giftig und daher nicht kindersicher. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann auf der Haut Reizungen oder Rötungen hervorrufen. Trage beim Pflanzen oder bei Pflegemaßnahmen am besten Handschuhe und achte darauf, dass Haustiere keine Pflanzenteile fressen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jan
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Damit der Schnee-Hahnenfuß in deinem Garten gedeiht, braucht er einen Platz, der seinen alpinen Heimatstandorten nahekommt.
Standort: Wähle eine kühle, eher absonnige Stelle, die vor direkter Mittagshitze geschützt ist.
Boden: Die Erde sollte kalkarm, humos und dauerhaft feucht sein. Staunässe (stehendes Wasser) muss jedoch vermieden werden.
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Achte besonders im Sommer darauf, dass der Wurzelbereich niemals vollständig austrocknet. Eine Mulchschicht aus feinem Kies hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt meist über Aussaat, wobei die Samen den Kältereiz des Winters benötigen.
Gute Partnerin: Die Kraut-Weide (Salix herbacea) eignet sich hervorragend als Nachbarin. Beide teilen sich in der Natur den Lebensraum der Schneetälchen und bevorzugen dieselben kühlen, feuchten Bedingungen.
Der Schnee-Hahnenfuß (Ranunculus nivalis) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in der Region in den österreichischen Alpen heimisch. Sein typischer Lebensraum sind Schneetälchen (Senken, in denen der Schnee sehr lange liegen bleibt) und feuchter Gesteinsschutt auf kalkarmen Böden. Die Pflanze bleibt mit 5 bis 15 Zentimetern Wuchshöhe sehr klein, was sie vor extremen Wetterbedingungen schützt. Ein charakteristisches Merkmal sind die handförmig geteilten Grundblätter und der meist unverzweigte, behaarte Stängel.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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