Bild folgtKI-generierte IllustrationMyosotis laxa
Wer das Rasen-Vergissmeinnicht (Myosotis laxa) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen himmelblauen Blüten, die ein gelbes Auge umschließen, und dem zarten Wuchs ist es eine echte Augenweide an feuchten Stellen. Als indigene (einheimische) Art ist sie perfekt an unsere Natur angepasst und gilt laut Roter Liste als stabil in ihren Beständen. Da sie eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM - eine Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen) eingeht, fördert sie die Gesundheit des Bodengefüges in deinem Garten. Besonders in Gewässernähe oder auf feuchten Wiesen leistet sie einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt. Du machst hier alles richtig, wenn du einen naturnahen Akzent setzen möchtest.
Himmelblaue Uferperle: Heimische Schönheit für feuchte Gartenplätze.
Als heimische Art ist das Rasen-Vergissmeinnicht ein fester Bestandteil regionaler Ökosysteme in Deutschland und Österreich. Von Mai bis Juli bietet sie ein beständiges Angebot für die heimische Insektenwelt an Gewässerrändern. Durch die arbuskuläre Mykorrhiza (AM) trägt sie zur Stabilität des Boden-Ökosystems bei, indem sie Nährstoffkreisläufe unterstützt. Obwohl spezifische Bestäuberdaten in dieser Datenbank nicht vorliegen, ist sie als Teil der natürlichen Pflanzengesellschaften wertvoll für das ökologische Gleichgewicht. Ihre Samen dienen im Spätsommer verschiedenen Vögeln als Nahrungsergänzung.
Das Rasen-Vergissmeinnicht ist laut Datenbank nicht kindersicher. Wie viele Raublattgewächse kann es Inhaltsstoffe enthalten, die bei Verzehr ungesund sind, weshalb du bei kleinen Kindern oder Haustieren im Garten achtsam sein solltest. Eine Verwechslung mit anderen, ebenfalls ökologisch wertvollen Vergissmeinnicht-Arten ist harmlos, solange sie nicht verzehrt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Das Rasen-Vergissmeinnicht benötigt einen dauerhaft feuchten bis nassen Platz im Garten. Es gedeiht am besten auf nährstoffreichen Böden in sonniger bis halbschattiger Lage.
Die Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, dass die Erde niemals ganz austrocknet, da die Art an feuchte Ufersäume angepasst ist.
Da sie eine Symbiose mit Bodenpilzen (arbuskuläre Mykorrhiza) eingeht, solltest du auf mineralischen Kunstdünger verzichten.
Die Vermehrung erfolgt meist unkompliziert über Aussaat oder kurze Ausläufer.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber nach der Blüte im Juli erfolgen.
Gute Partnerin: Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und blühen in einer harmonischen Abfolge.
Das Rasen-Vergissmeinnicht gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und zur Ordnung der Lippenblütlerartigen. Es ist als Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Pflanze) oder indigen in Deutschland und Österreich fest etabliert. Die Pflanze bevorzugt nasse Standorte und zeichnet sich durch einen oft kriechenden Wuchs aus, der dichte Matten bilden kann. Botanisch ist sie eng mit dem bekannten Wald-Vergissmeinnicht verwandt, unterscheidet sich aber durch ihre Vorliebe für dauerfeuchte Böden.
3 Videos zu Rasen-Vergissmeinnicht



•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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