Bild folgtKI-generierte IllustrationRheum rhabarbarum
Auch bekannt als: Gewöhnlicher Rhabarber, Rhabarber, Krauser Rhabarber, Gemeiner Rhabarber, Gemüse-Rhabarber
Schon von weitem fällt der Rhabarber (Rheum rhabarbarum) durch seine gewaltigen, herzförmigen Blätter und die kräftigen, oft rötlich überlaufenen Stiele auf. Er ist eine charakterstarke Staude (mehrjährige Pflanze), die in deinem Garten für Struktur sorgt. Die Pflanze schirmt mit ihrem dichten Laub den Boden ab und bewahrt so die Feuchtigkeit für nützliche Bodenbewohner. Wenn du ihn an den richtigen Platz setzt, hast du einen langlebigen und robusten Partner in deinem Naturgarten.
Wuchtige Blattpracht aus Österreich: Ein heimischer Riese für deinen Naturgarten.
Da für den Rhabarber (Rheum rhabarbarum) aktuell keine spezifischen Beziehungsdaten zu Bestäubern oder Raupen in unserer Datenbank vorliegen, liegt sein ökologischer Wert primär in seiner Rolle als heimische Art in Österreich. Er trägt zur floristischen Identität der Region bei und bietet durch seine massiven Blätter einen wichtigen Bodenschutz. Diese natürliche Beschattung stabilisiert das Mikroklima (kleinräumiges Klima) für Bodenorganismen und schützt das Edaphon (Gesamtheit der Bodenlebewesen) vor Austrocknung. In einem naturnahen Garten fördert er durch seine beachtliche Blattmasse zudem die Humusbildung (Entstehung fruchtbarer Erde).
Der Rhabarber (Rheum rhabarbarum) ist laut Datenbank nicht kindersicher. Die Blätter enthalten hohe Konzentrationen an Oxalsäure (eine organische Säure), die bei Verzehr gesundheitsschädlich wirkt. Da auch in den Stielen der Gehalt dieser Säure im Laufe des Sommers zunimmt, solltest du beim Anbau in Gärten mit kleinen Kindern entsprechende Vorsicht walten lassen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.9 m
Wähle einen Standort mit tiefgründigem, humosem Boden, der die Feuchtigkeit gut hält.
Idealerweise pflanzt du im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Achte auf einen sonnigen bis halbschattigen Platz, damit die Stiele kräftig wachsen können.
In Sachen Düngung freut sich die Pflanze über Kompost, da sie ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist.
Halte den Boden gleichmäßig feucht, besonders während der Austriebsphase im Frühling.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Ernte die Stiele nur bis Ende Juni, um der Pflanze genügend Zeit zur Regeneration zu geben.
Entferne im Sommer die hohen Blütenansätze, wenn du die Energie der Pflanze im Wurzelstock konzentrieren möchtest.
Als ökologisch sinnvolle Nachbarin im feuchten Saumbereich (Übergangszone zwischen Gehölz und Freifläche) eignet sich der Echte Beinwell (Symphytum officinale), da beide ähnliche Standortansprüche an Boden und Feuchtigkeit teilen.
Der Rhabarber (Rheum rhabarbarum) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Teile Österreichs, während er in Deutschland und der Schweiz vorwiegend als Kulturpflanze oder gelegentlicher Gartenflüchtling vorkommt. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet er sich durch ein massives Rhizom (unterirdischer Wurzelstock) und imposante, grundständige Blätter aus. Die Pflanze ist eine ausdauernde Staude, die über den Winter vollständig in den Boden einzieht und im Frühjahr kräftig austreibt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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