Bild folgtKI-generierte IllustrationRhinanthus borbasii
Auch bekannt als: Rhinanthus borbasii
Auffaellig sind beim Borbás-Klappertopf (Rhinanthus borbasii) die leuchtend gelben Rachenblueten, die aus flach gedrueckten, gruenlichen Kelchen hervorlugen. Du holst dir mit ihm einen echten Biodiversitaets-Foerderer in den Garten, denn als Halbschmarotzer (Pflanze, die Wasser und Mineralstoffe von Graesern bezieht) reduziert er die Dominanz von Gräsern (Poaceae). Dadurch erhalten zartere Wildblumen in deiner Wiese ueberhaupt erst die Chance zu wachsen. In Oesterreich ist er ein wichtiger Bestandteil naturnaher Wiesenlandschaften. Probiere es aus und schaue zu, wie deine Wiese durch diesen kleinen Helfer von Jahr zu Jahr bunter wird.
Der natuerliche Wiesen-Regulator: Schwaecht Gräser und foerdert bunte Blumen.
Die oekologische Bedeutung dieser Art liegt in ihrer Funktion als Regulator des Pflanzenwachstums. Durch den Entzug von Naehrstoffen bei Gräsern (Poaceae) verhindert er, dass diese alle anderen Kraeuter unterdruecken. Dies fuehrt indirekt zu einem hoeheren Angebot an Nektar und Pollen durch die nachfolgende Blumenvielfalt. In den vertrockneten Staengeln finden kleine Lebewesen im Winter Unterschlupf. Da die Pflanze einjaehrig ist, schafft sie durch ihr Absterben im Spaetsommer jaehrlich winzige offene Bodenstellen fuer neue Keimlinge. So bleibt die Dynamik deiner Wiese erhalten.
Der Borbás-Klappertopf (Rhinanthus borbasii) ist nicht kindersicher. Er enthaelt in allen Teilen, besonders in den Samen, den Giftstoff Rhinanthin (ein Glykosid), der bei Verzehr zu Vergiftungserscheinungen fuehren kann. Er sollte daher nicht in Gaerten mit Kleinkindern oder in der Naehe von Spielbereichen gepflanzt werden.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Der Borbás-Klappertopf benoetigt einen sonnigen Standort auf einer bestehenden Grasflaeche oder Wiese.
Da er ein Halbschmarotzer ist, kann er ohne die Wurzeln von Gräsern (Poaceae) als Wirtspflanzen nicht ueberleben.
Die Aussaat muss im Herbst zwischen September und November erfolgen, da die Samen Kaltkeimer (benoetigen Frost zum Keimen) sind.
Streue die Samen direkt in die Grasnarbe und druecke sie nur leicht an.
Der Boden sollte eher nahrstoffarm, also mager sein.
Du musst die Flaeche im Fruehjahr ungestoert wachsen lassen, damit sich die Saugorgane an den Graswurzeln bilden koennen.
Eine Mahd darf erst im Spaetsommer erfolgen, wenn die Samenkapseln bereits braun sind.
Du erkennst den richtigen Zeitpunkt am klappernden Geraeusch der Samen bei Wind.
Er vermehrt sich ausschliesslich generativ (ueber Samen).
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide kommen in heimischen Wiesen vor und ergaenzen sich in ihrer Wuchsform perfekt.
Der Borbás-Klappertopf (Rhinanthus borbasii) gehoert zur Familie der Sommerwurzgewaechse (Orobanchaceae). Er ist in Oesterreich heimisch und besiedelt dort vorwiegend wechselfeuchte bis trockene Magerwiesen (nahrstoffarme Wiesen). Als einjaehrige Pflanze muss er sich jedes Jahr neu aus Samen aussaeen, wobei er eine Hoehe von 20 bis 50 Zentimetern erreicht. Charakteristisch ist der seitlich abgeflachte Kelch, in dem die Samen bei Reife wie in einer Klapper geraeusche machen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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