Bild folgtKI-generierte IllustrationRhinoprora chloerata
Typisch fuer den Schlehen-Blütenspanner ist seine zierliche Gestalt mit einer Fluegelspannweite von knapp 17 bis 19 Millimetern und die graubraune, oft leicht gruenlich bestaeubte Musterung der Fluegel. In deinem Garten wirst du den Falter meist nur in der Naehe von Hecken entdecken, da er sehr standorttreu ist. Pro Jahr entwickelt sich lediglich eine Generation dieses Nachtfalters. Die Eier werden im Hochsommer einzeln an den Knospen der Schlehe (Prunus spinosa) abgelegt. Im zeitigen Fruehjahr, oft schon im Maerz, schlüpfen die winzigen Raupen und fressen sich durch die aufbrechenden Bluetenknospen. Da sie sich monophag (auf eine einzige Pflanzenart spezialisiert) von den Blueten der Schlehe ernaehren, sind sie auf diesen Strauch zwingend angewiesen. Den Sommer verbringt das Tier nach der Verpuppung als Falter, der vorwiegend dämmerungsaktiv (waehrend der Abenddaemmerung wach) ist. Du kannst die Art fördern, indem du eine heimische Wildhecke mit Schlehen (Prunus spinosa) anlegst und diese nicht jaehrlich radikal zurückschneidest. So bleiben die Eier an den Zweigen erhalten. Das Tier ueberwintert ganz unkompliziert als Ei direkt an der Rinde der Zweige und trotzt dort Frost und Schnee.
Dieser kleine Nachtfalter ist für den Menschen völlig harmlos und besitzt weder Stachel noch Beißwerkzeuge. Er gilt nicht als Forstschädling, da seine Raupen die Vitalitaet der Straeucher nicht beeintraechtigen und er ein natuerlicher Bestandteil des Oekosystems ist.
Der Schlehen-Blütenspanner gehört zur Familie der Spanner (Geometridae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. In der Schweiz ist die Art heimisch und wurde mit über 30 Beobachtungen dokumentiert. Er bewohnt bevorzugt sonnige Waldraender, Feldgehölze und naturnahe Gärten mit Bestaenden des Schwarzdorns. Ein wichtiges Merkmal ist die Lebensweise der Larven, die als Bluetenfresser spezialisiert sind, waehrend die Falter klein und unauffällig graubraun gefärbt bleiben.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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