Bild folgtKI-generierte IllustrationRhodeus sericeus amarus
Der Bitterling (Rhodeus sericeus amarus) ist ein kleiner, hochrückiger Fisch von etwa sechs bis neun Zentimetern Länge, der durch seine silbrige Färbung und einen markanten, blaugrünen Längsstreifen auf der hinteren Körperhälfte in deinem Teich auffällt. Dieses Tier bevorzugt stehende oder sehr langsam fließende Gewässer, die einen schlammigen oder sandigen Boden aufweisen. Sein Fortpflanzungsverhalten ist einzigartig, da er für die Eiablage zwingend auf große Süßwassermuscheln angewiesen ist. Das Weibchen nutzt eine ausstülpbare Legeröhre (ein spezielles Organ zur Eiablage), um die Eier vorsichtig in die Atemöffnung der Muschel zu geleiten. Da der Bitterling nach der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU) europaweit geschützt ist, stellt er eine Bereicherung für jeden ökologisch geführten Garten dar. Du kannst ihm helfen, indem du die Wasserqualität stabil hältst und auf jegliche Chemie verzichtest. Ein strukturreiches Ufer mit Flachwasserzonen bietet den Tieren Schutz. Achte darauf, dass der Teich tief genug ist, damit er im Winter nicht vollständig durchfriert. So sicherst du das Überleben dieser spezialisierten Art.
Der Bitterling ist durch die FFH-Richtlinie streng geschützt. Es ist gesetzlich verboten, Tiere aus Wildbeständen zu entnehmen oder sie ohne behördliche Genehmigung umzusiedeln. Für deinen Gartenteich solltest du ausschließlich zertifizierte Nachzuchten erwerben, um die natürlichen Bestände nicht zu gefährden.
Der Bitterling (Rhodeus sericeus amarus) gehört zur Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae) und ist in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas verbreitet. Er lebt gesellig in kleinen Schwärmen und ernährt sich als Allesfresser von kleinen Wasserorganismen sowie pflanzlichen Bestandteilen wie Algen. Mit einer maximalen Körperlänge von neun Zentimetern und einer Lebenserwartung von bis zu fünf Jahren besiedelt er bevorzugt die Tieflandregionen. Seine Fortpflanzung ist symbiotisch (eine wechselseitige Beziehung zum gegenseitigen Vorteil) an das Vorkommen von Großmuscheln gebunden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →