Bild folgtKI-generierte IllustrationRhynocoris erythropus
Auch bekannt als: Mediterrane Mordwanze
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An ihren rötlichen Beinen und dem kräftigen, nach unten gebogenen Saugrüssel lässt sich die Mediterrane Mordwanze sofort erkennen. Mit einer Körperlänge von 12 bis 15 Millimetern ist sie eine auffällige Erscheinung, die meist eine schwarz-braune Grundfärbung mit roten Mustern trägt. Pro Jahr bringt diese Art eine Generation hervor. Als reine Raubwanze ernährt sie sich nicht von Pflanzen, sondern nutzt heimische Gewächse wie die Wilde Möhre oder die Schafgarbe als Jagdrevier für Beuteinsekten. Die Eier werden im Frühsommer in kleinen Gruppen an Pflanzenstängel geklebt. Aus ihnen schlüpfen die Larven, in der Fachsprache Nymphen genannt, die bereits räuberisch leben und sich mehrfach häuten. Eine Besonderheit ist die Überwinterung: Nicht die erwachsenen Wanzen, sondern die Larven suchen im Spätherbst Schutz am Boden. Sie verbringen die kalte Jahreszeit in der Laubschicht oder unter Steinen in einer Kältestarre. Du kannst diesen nützlichen Tieren helfen, indem du im Garten strukturreiche Ecken mit Altholz und Falllaub belässt, damit die Larven sicher durch den Winter kommen.
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Bei vorsichtiger Beobachtung ist die Wanze ein harmloser und nützlicher Gast. Man sollte sie jedoch nicht mit der bloßen Hand einfangen, da sie bei Bedrängnis schmerzhaft zubeißen kann, was in der Intensität einem Wespenstich ähnelt.
Die Mediterrane Mordwanze gehört zur Familie der Raubwanzen (Reduviidae) und breitet sich als wärmeliebende Art von Südeuropa zunehmend nach Norden aus. Sie ist ein spezialisierter Lauerjäger, der mit seinem robusten Saugrüssel selbst wehrhafte Insekten erbeuten kann. Für den Gartenbesitzer ist sie an ihrem markanten, dreigliedrigen Rüssel und der typischen Lauerstellung auf Blütenköpfen erkennbar. Taxonomisch ist sie eng mit anderen europäischen Rhynocoris-Arten verwandt, unterscheidet sich aber durch die rötlichen Beinabschnitte.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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