Bild folgtKI-generierte IllustrationRiccia subbifurca
Auch bekannt als: Riccia subbifurca
An den gabelig verzweigten, schmalen Thalli (Lappen des Pflanzenkörpers), die oft kleine Rosetten auf offenem Boden bilden, lässt sich Riccia subbifurca sofort erkennen. Dieses zierliche Lebermoos ist ein Spezialist für lückige Stellen im Garten und schützt dort die Erde vor Austrocknung und Erosion. In Naturgärten dient es als wertvoller Feuchtigkeitsspeicher für Kleinstlebewesen wie Springschwänze (Collembola) und Milben (Acari). Auch wenn es unscheinbar wirkt, leistet es einen wichtigen Beitrag zur Bodenbiologie deines Gartens. Schau einmal genau hin – die filigranen Strukturen offenbaren eine ganz eigene Ästhetik auf Augenhöhe mit der Erde.
Ein filigraner Bodenschützer, der Lücken schließt und Feuchtigkeit bewahrt.
Da für diese Art keine spezifischen Daten zu Bestäubern oder Raupen vorliegen, konzentriert sich ihr ökologischer Nutzen auf die Bodenökologie. Die dichten Moospolster dienen als Lebensraum für die Bodenfauna, insbesondere für Springschwänze (Collembola), die organisches Material zersetzen und so den Nährstoffkreislauf fördern. Als Pionierpflanze (Erstbesiedlerin) festigt sie offene Stellen und verhindert, dass wertvoller Oberboden durch Regen abgetragen wird. Zudem fungiert das Gewebe als Wasserspeicher, der Feuchtigkeit langsam wieder an die Umgebung abgibt. In einem naturnahen Garten fördert die Anwesenheit solcher Moose das Mikroklima (lokales Klima in Bodennähe) unmittelbar über der Erdoberfläche.
Die Datenbank weist diese Art als nicht kindersicher aus. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, können manche Lebermoose Inhaltsstoffe enthalten, die bei Kontakt oder Verzehr Schleimhautreizungen auslösen können. Achte daher darauf, dass kleine Kinder die Pflanze nicht in den Mund nehmen. Im Zweifelsfall empfiehlt sich das Tragen von Gartenhandschuhen beim Hantieren mit den Moospolstern.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wähle für dieses Moos einen Standort mit offenem Boden, an dem wenig Konkurrenz durch stark wüchsige Gräser herrscht.
Es gedeiht am besten auf mäßig feuchter Erde, verträgt aber auch sommerliche Trockenphasen durch Rückzug in eine Ruheform.
Da keine spezifischen Ellenberg-Werte vorliegen, orientiere dich an Standorten, die im Winter feucht und im Sommer eher trocken und warm sind.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Drücke die kleinen Pflanzenteile lediglich leicht auf der feuchten Erde fest, ein Vergraben ist nicht nötig.
Halte die Fläche im ersten Jahr frei von herabfallendem Laub, damit das Moos genug Licht für die Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht) bekommt.
Eine Vermehrung erfolgt ganz natürlich über Sporen oder durch das Teilen der Rosetten.
Gute Partnerin: Das Frühlings-Hungerblümchen (Draba verna) – beide nutzen die feuchten Monate des Vorfrühlings und besiedeln gerne die gleichen offenen Bodenstellen.
Das Gabel-Sternmoos (Riccia subbifurca) gehört zur Gruppe der Lebermoose (Marchantiophyta) und innerhalb dieser zur Ordnung der Marchantiales. In unserer Region ist es vor allem in Österreich heimisch, wo es bevorzugt auf offenen, kalkhaltigen oder neutralen Böden in lückigen Wiesen oder auf Äckern siedelt. Die Pflanze bildet keine echten Blätter oder Stängel aus, sondern besteht aus einem flächigen Lager, das sich charakteristisch gabelig verzweigt. Diese Wuchsform ermöglicht es dem Moos, sich eng an das Substrat zu schmiegen und so auch widrigen Bedingungen wie Wind oder kurzzeitiger Trockenheit zu trotzen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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