Bild folgtKI-generierte IllustrationRicciocarpos natans
Auch bekannt als: Schwimmlebermoos, Wasser-Sternlebermoos, Schwimmendes Wasser-Sternlebermoos
An ihren herzförmig geteilten, flach auf der Wasseroberfläche treibenden Körpern lässt sich das Schwimmende Lebermoos (Ricciocarpos natans) sofort erkennen. Es ist eine seltene Bereicherung für deinen Gartenteich und in Deutschland sowie Österreich heimisch. Durch die Aufnahme von Nährstoffen direkt aus dem Wasser hilft es dir, das Algenwachstum effektiv zu begrenzen. Unter der Wasseroberfläche bietet es wertvolle Rückzugsorte für Kleinstlebewesen und Amphibienlarven. Wenn du einen naturnahen Teich besitzt, ist dieses Moos ein idealer Bewohner für ruhige Wasserzonen. Achte darauf, dass es nicht von stark wüchsigen Pflanzen verdrängt wird.
Seltene schwimmende Kostbarkeit für ein gesundes Gleichgewicht im Gartenteich.
Das Schwimmende Lebermoos übernimmt eine wichtige Funktion im Stoffhaushalt deines Gartenteichs. Da es seine Nährstoffe direkt aus dem Wasser bezieht, entzieht es potenziellen Algen die Lebensgrundlage und sorgt für klareres Wasser. Die dichten Bestände bieten unter der Oberfläche einen geschützten Lebensraum für zahlreiche Kleinstlebewesen des Wassers. Da nach aktuellen Daten keine spezifischen Beziehungen zu Bestäubern wie Wildbienen vorliegen, konzentriert sich sein Nutzen auf die Wasserfauna. Es dient als Versteck für Amphibienlarven und als Ankerpunkt für kleine Wasserschnecken. Mit seinem dichten Wuchs reguliert es zudem die Wassertemperatur durch Beschattung.
Das Schwimmende Lebermoos gilt als nicht kindersicher. In deinem Garten solltest du beachten, dass die Pflanze in offenen Wasserflächen wächst, die für kleine Kinder eine potenzielle Gefahr darstellen können. Es liegen keine Hinweise auf eine Giftigkeit bei Berührung vor, dennoch ist die Pflanze nicht für den Verzehr geeignet.
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Für einen gesunden Wuchs benötigt das Schwimmende Lebermoos einen sonnigen bis halbschattigen Platz auf der Wasseroberfläche deines Teichs.
Die Ellenberg-Feuchtezahl 12 zeigt dir, dass diese Pflanze eine reine Wasserbewohnerin ist und niemals austrocknen darf.
Mit einem Ellenberg-Nährstoffwert von 7 bevorzugt sie nährstoffreiches Wasser, weshalb sie in sehr nährstoffarmen Teichen oft Kümmerwuchs zeigt.
Du kannst die Pflanze idealerweise zwischen März und Mai einsetzen, indem du sie vorsichtig auf die Wasseroberfläche legst.
Eine spezielle Bodenbeschaffenheit ist nicht notwendig, da die Pflanze frei schwimmt und ihre Nährstoffe über die Unterseite direkt aus dem Wasser zieht.
Achte darauf, dass die Wasserbewegung gering bleibt, da sie windgeschützte Buchten bevorzugt.
Die Vermehrung erfolgt ganz von selbst durch Teilung des Pflanzenkörpers bei warmen Temperaturen.
Im Winter sinkt das Moos oft auf den Grund des Teichs ab und überdauert dort in Form von Dauerknospen.
Eine wunderbare Begleiterin ist die Kleine Wasserlinse (Lemna minor), da beide Arten in der Natur oft gemeinsam in derselben Pflanzengesellschaft vorkommen.
Diese Kombination hilft dabei, die Wasseroberfläche zu beschatten und die Algenbildung zu reduzieren.
Achte jedoch darauf, dass die Wasserlinse das Lebermoos nicht vollständig verdrängt.
Das Schwimmende Lebermoos (Ricciocarpos natans) ist die einzige Art in seiner Gattung innerhalb der Familie der Ricciengewächse (Ricciaceae). Es ist in weiten Teilen Deutschlands und Österreichs in ruhigen Gewässern beheimatet. Auffällig ist der dicke, fächerförmige Thallus (Pflanzenkörper), der an der Unterseite lange, violette Schuppen trägt. Diese Schuppen dienen der Stabilisierung im Wasser und nicht der Nährstoffaufnahme aus dem Boden. Die Pflanze kann bei sinkendem Wasserstand auch eine Landform auf feuchtem Schlamm bilden.
1 Video zu Schwimmlebermoos

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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