Bild folgtKI-generierte IllustrationRousettus aegyptiacus
Auch bekannt als: Nil-Flughund
Der Nilflughund (Rousettus aegyptiacus) ist ein markanter Vertreter der Flughunde, der sich durch seine hundeähnliche Kopfform und die großen, dunklen Augen von unseren heimischen Fledermäusen unterscheidet. In unseren Gärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz wirst du dieses Tier im Freiland nicht antreffen, da es in subtropischen Regionen beheimatet ist. Als dämmerungs- und nachtaktives Säugetier verbringt die Art den Tag in geselligen Gruppen, meist in Höhlen oder dunklen Ruinen. Die Ernährung ist rein pflanzlich und umfasst vorwiegend Früchte sowie Nektar und Pollen, die im Flug aufgenommen werden. Durch diese Lebensweise fungiert das Tier in seinem natürlichen Lebensraum als wichtiger Bestäuber und trägt zur Verbreitung von Pflanzensamen bei. Eine Besonderheit ist die Fähigkeit zur Echolokalisation (Orientierung mittels Schallwellen), die er durch Klicklaute mit der Zunge erzeugt. Für dich als Gartenbesitzer in Mitteleuropa gibt es keine praktischen Maßnahmen, da die Art hier nicht wild vorkommt. Das Wissen über solche Exoten hilft jedoch, die weltweiten Zusammenhänge im Artenschutz und die Vielfalt der Fledertiere (Chiroptera) besser zu verstehen. In Zoos oder Schauhäusern kannst du diese faszinierenden Tiere jedoch gelegentlich aus nächster Nähe beobachten.
Diese Tiere sind für den Menschen vollkommen harmlos und zeigen kein aggressives Verhalten. Da sie in unseren Breiten nicht wild vorkommen, besteht für Gartenbesitzer kein Kontaktpotenzial. In ihren Heimatgebieten unterliegen sie regionalen Schutzbestimmungen und sind ein wichtiger Teil des ökologischen Gleichgewichts.
Der Nilflughund (Rousettus aegyptiacus) gehört zur Familie der Flughunde (Pteropodidae) und ist die einzige Art dieser Gruppe, die bis in den paläarktischen Raum (gemäßigte Klimazone der alten Welt) vordringt. Sein Hauptverbreitungsgebiet liegt in Afrika und Teilen des Nahen Ostens, wobei er als Höhlenbewohner auf frostfreie Quartiere angewiesen ist. In Mitteleuropa ist er nicht heimisch und tritt nur in menschlicher Obhut auf. Die Tiere leben in hochgradig sozialen Verbänden und zeigen ein komplexes Kommunikationsverhalten innerhalb ihrer Kolonien.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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