Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus montanus
Auch bekannt als: Rubus montanus
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Mittelgebirgs-Brombeere (Rubus montanus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kräftig bewehrten, bogenförmig überhängenden Ruten und den weißen Schalenblüten ist sie eine Charakterpflanze unserer Bergwälder. In deinem Garten bietet sie wertvollen Lebensraum für bedrohte Falter wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius). Als Mykorrhiza-Pflanze (lebt in Symbiose mit Bodenpilzen) fördert sie zudem die Gesundheit des Gartenbodens. Wenn du eine naturnahe Ecke hast, in der sie sich ausbreiten darf, schaffst du ein echtes Refugium für die Artenvielfalt.
Wilde Kraft für Falter: Die unverzichtbare Kinderstube für Dickkopffalter.
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Diese Art ist eine ökologische Schlüsselpflanze für zahlreiche Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere Dickkopffalter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), Spialia rosae und Spialia orbifer von ihrem Nektarangebot. Auch für seltene Perlmuttfalter wie Boloria polaris und Boloria frigga stellt sie eine wichtige Nahrungsquelle dar. Im Winter dienen die markhaltigen Stängel als Rückzugsort für Insektenlarven, während die verbliebenen Früchte eine energiereiche Nahrung für heimische Vögel bieten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.03 m
Standort: Wähle einen sonnigen Platz, damit die Pflanze ausreichend Energie für die Blütenbildung hat.
Boden: Sie gedeiht am besten in frischer (mäßig feuchter) Erde und ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf).
Pflanzzeit: Die beste Zeit ist das Frühjahr von März bis Mai oder der Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Brombeeren sind anspruchslos; ein zusätzliches Düngen ist in normalem Gartenboden nicht nötig.
Schnitt: Schneide abgetragene Ruten nach der Ernte bodennah ab, um Platz für die neuen Schößlinge zu schaffen.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich oft selbstständig durch Absenker (Triebspitzen, die bei Bodenkontakt Wurzeln bilden).
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Hunds-Rose (Rosa canina). Beide Arten teilen ähnliche Standortansprüche am Gehölzrand und bilden gemeinsam ein nahezu undurchdringliches Schutzgehölz für brütende Vögel.
Die Mittelgebirgs-Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in den Mittelgebirgslagen von Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Sie bevorzugt Waldränder und Gebüsche auf frischen, mäßig nährstoffreichen Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch kantige, bestachelte Schößlinge (Jungtriebe) und handförmig zusammengesetzte Blätter aus. Als ausdauernder Halbstrauch verholzen ihre Triebe, während sie im zweiten Jahr Blüten und Früchte tragen.
3 Videos zu Mittelgebirgs-Brombeere



12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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