Bild folgtKI-generierte IllustrationRupicapra pyrenaica ornata
Die Abruzzen-Gämse (Rupicapra pyrenaica ornata) erkennst du an ihrem recht schlanken Körperbau, den hakenförmig nach hinten gebogenen Hörnern und ihrem dichten, dunklen Winterfell. Dieses Säugetier ist ein Huftier (Paarhufer), das für seine Kletterkünste in steilem Gelände bekannt ist. In deinem Garten wirst du sie vermutlich nie antreffen, da ihr Lebensraum fast ausschließlich aus hochalpinen, felsigen Bergregionen besteht. Als reine Pflanzenfresser (Herbivoren) ernähren sie sich von Gräsern, Kräutern und Trieben, die sie am Boden oder an Sträuchern finden. Die Tiere sind vorwiegend tagaktiv (während des hellen Tageslichts wach) und verbringen viele Stunden mit der Nahrungsaufnahme. Den Winter verbringen sie in einer sogenannten Winterruhe (Phase verminderter Aktivität zur Energieeinsparung), halten aber keinen echten Winterschlaf. Da sie sehr scheue Wildtiere sind, meiden sie die Nähe zu menschlichen Siedlungen. Im Garten kannst du für diese spezialisierten Gebirgsbewohner kaum direkte Maßnahmen ergreifen, außer durch einen naturnahen Garten die allgemeine Biodiversität in Gebirgsnähe zu fördern.
Diese Tierart ist streng geschützt und darf unter keinen Umständen gestört, verfolgt oder gefüttert werden. Die Gämse ist für den Menschen nicht giftig oder gefährlich, kann aber bei extremer Bedrängnis zustoßen. Eine Umsiedlung ist Privatpersonen streng untersagt.
Taxonomisch gehört diese Gämse zur Familie der Hornträger (Bovidae) und zur Gattung Rupicapra. Sie ist eine seltene Unterart, die ursprünglich im italienischen Apennin beheimatet ist und dort isoliert von anderen Gämsen lebt. Die Tiere erreichen eine Schulterhöhe von etwa 75 bis 80 Zentimetern. Ihre Lebensweise ist sozial geprägt, wobei sie meist in kleinen Rudeln (festen Gruppenverbänden) durch die Gebirgszüge ziehen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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