Bild folgtKI-generierte IllustrationRuppia maritima agg.
Artengruppe
An ihren fadenförmigen, fast grasartigen Unterwasserblättern lässt sich die Meeres-Salde sofort erkennen. Da sie in der freien Natur mit der Stufe 3 auf der Roten Liste steht und somit als gefährdet gilt, holst du dir mit ihr eine echte botanische Rarität in deinen Garten. Sie ist eine hochspezialisierte Pflanze für salzhaltige Standorte und besiedelt dort flache Gewässerzonen. In einem Brackwasserbecken (Wasser mit leichtem Salzgehalt) bietet sie einen wertvollen Lebensraum für spezialisierte Kleinstlebewesen. Wenn du Freude an der Erhaltung seltener Lebensräume hast, ist diese Art eine wunderbare Bereicherung für deine Teichlandschaft.
Botanische Seltenheit: Hol dir die gefährdete Spezialistin der Küsten in den Garten.
Aufgrund ihrer Einstufung als gefährdete Art (Rote Liste 3) leistet die Ansiedlung der Meeres-Salde einen direkten Beitrag zum Artenschutz. In ihren dichten Unterwasserbeständen finden zahlreiche Kleinstlebewesen Schutz und Lebensraum, was die biologische Vielfalt in salzhaltigen Kleingewässern fördert. Da für diese Art in den aktuellen Bestäubungsdaten keine spezifischen Insektenbeziehungen hinterlegt sind, liegt ihr ökologischer Wert primär in der Bereitstellung von Lebensraumstrukturen. Nach aktuellen Beobachtungen dienen die Samen und Pflanzenteile in Küstenregionen zudem als Nahrungsgrundlage für verschiedene Wasservögel. Sie stabilisiert das Ökosystem spezialisierter Standorte, die in unserer Kulturlandschaft immer seltener werden.
Die Meeres-Salde ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Es besteht eine optische Verwechslungsgefahr mit dem Kamm-Laichkraut (Potamogeton pectinatus), das jedoch keine spiralig gedrehten Fruchtstiele ausbildet. Achte beim Hantieren im Salzwasserbecken zudem auf die allgemeine Hygiene bei stehenden Gewässern.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Die Meeres-Salde benötigt einen vollsonnigen Standort in einem speziellen Wasserbecken oder einem Kübel. Da sie eine Halophyte (Salzpflanze) ist, gedeiht sie am besten in Brackwasser (Wasser mit einem Salzgehalt zwischen 0,1 und 1 Prozent), was du durch die Zugabe von hochwertigem Meersalz erreichen kannst.
Boden: Verwende ein Substrat aus sandigem Schlick oder feinem Kies.
Pflanzzeit: Idealerweise von März bis Mai, damit die Pflanze vor dem Sommer gut anwurzeln kann.
Wasserqualität: Achte auf einen eher niedrigen Nährstoffgehalt, um übermäßiges Algenwachstum zu vermeiden.
Vermehrung: Sie breitet sich über Ausläufer (unterirdische Kriechsprosse) oder durch Samen aus.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze im Winter unter Wasser überdauert.
Gute Partnerin: Die Strand-Sode (Suaeda maritima) – beide teilen die Vorliebe für salzhaltige Bedingungen und ergänzen sich optisch in einem nachempfundenen Küstenbiotop.
Die Meeres-Salde gehört zur Familie der Saldengewächse (Ruppiaceae) in der Ordnung der Froschlöffelartigen (Alismatales). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst vor allem die Küstenregionen von Deutschland, kommt aber auch an seltenen Binnensalzstellen (salzhaltige Orte im Binnenland) vor. Sie wächst vollkommen untergetaucht und bildet verzweigte Stängel mit schmalen Blättern, die an der Basis kleine Scheiden (Blattumfassungen) besitzen. Eine morphologische Besonderheit ist der Fruchtstiel, der sich nach der Bestäubung oft spiralförmig zusammenzieht.
1 Video zu Meeres-Salde (Artengruppe)

•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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