Bild folgtKI-generierte IllustrationLathyrus sativus
Auch bekannt als: hrachor setý, Eßbare Platterbse, Kicherling
3
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Saat-Platterbse durch ihre flügelartig verbreiterten Stängel und die zarten Schmetterlingsblüten auf, die meist in kühlen Blau- oder Weißtönen leuchten. Als ursprüngliche Kulturpflanze bereichert sie deinen Garten nicht nur optisch, sondern auch als wichtiger Stickstoffsammler für den Boden. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) finden hier eine wertvolle Energiequelle. Die Pflanze ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie alte Nutzpflanzen unsere heutige Artenvielfalt stützen können. Wenn du sonnige, eher trockene Ecken in deinem Garten hast, wirst du an dieser anspruchslosen Art viel Freude haben.
Blau-weißer Schmetterlingsmagnet und historischer Bodenverbesserer für Sonnenanbeter
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Saat-Platterbse eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Insbesondere der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) sowie die Bläulingsarten Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae nutzen die Blüten als Nektarquelle. Durch die Symbiose (Zusammenleben zum gegenseitigen Vorteil) mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln verbessert die Pflanze zudem die Bodenqualität für nachfolgende Generationen. Die eiweißreichen Samen können im Spätherbst und Winter verschiedenen Vögeln als Nahrung dienen, sofern sie an der Pflanze verbleiben.
Die Saat-Platterbse ist nicht kindersicher. Ihre Samen enthalten Aminosäuren, die bei übermäßigem Verzehr zu Lähmungserscheinungen führen können. Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit der essbaren Gartenerbse, weshalb du im Familiengarten Vorsicht walten lassen und Kinder über den Unterschied aufklären solltest.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.58 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen, warmen Platz aus.
Boden: Die Saat-Platterbse liebt kalkhaltige, eher schwere Böden, kommt aber dank ihrer Robustheit auch mit Trockenheit gut zurecht.
Pflanzzeit: Säe die Samen zwischen März und Mai direkt ins Freiland oder pflanze vorgezogene Jungpflanzen im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da sie eine Kletterpflanze ist, freut sie sich über eine einfache Rankhilfe aus Reisig oder einen Maschendrahtzaun.
Düngung: Als Leguminose (Pflanze, die Stickstoff aus der Luft bindet) benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger.
Vermehrung: Sie ist einjährig und versamt sich an zusagenden Stellen von selbst.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzen sich in ihrer Wuchsform, wobei die Schafgarbe der Platterbse als natürliche Stütze dienen kann.
Die Saat-Platterbse (Lathyrus sativus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) heimisch und wächst bevorzugt auf kalkhaltigen Äckern oder trocken-warmen Standorten. Charakteristisch sind ihre paarig gefiederten Blätter, die in einer verzweigten Ranke enden, sowie der deutlich geflügelte, flache Stängel. Sie geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Bodenpilzen) ein, was ihr hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
2 Videos zu Saat-Platterbse
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →