Bild folgtKI-generierte IllustrationSaga pedo
Auch bekannt als: Große Sägeschrecke
An ihrer beeindruckenden Körpergröße von bis zu zwölf Zentimetern lässt sich die Große Sägeschrecke (Saga pedo) sofort erkennen. Sie ist damit die größte Heuschrecke Europas und durch ihren flügellosen, langgestreckten Körper sowie die bedornten Fangbeine unverwechselbar. Typisch für diese Art ist die Parthenogenese (Jungfernzeugung), was bedeutet, dass es fast ausschließlich Weibchen gibt, die ohne Befruchtung Eier legen. Pro Jahr entwickelt sich nur eine Generation. Die Weibchen legen ihre Eier mithilfe des Legestachels tief in den Boden ab, wo diese oft mehrere Jahre als Dauereier überdauern. Im Gegensatz zu vielen Verwandten frisst sie keine Pflanzen, sondern lebt räuberisch von anderen Insekten wie dem Grünen Heupferd (Tettigonia viridissima). Sie benötigt warme, trockene Lebensräume mit hoher Vegetation wie Magerwiesen, in denen Pflanzen wie die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) vorkommen. Wenn du dieses seltene Tier fördern möchtest, solltest du besonnte Hanglagen in deinem Garten unangetastet lassen und auf Pestizide verzichten. Die Überwinterung erfolgt ausschließlich im Eistadium in einer Diapause (Entwicklungsruhe) im Erdreich.
Die Große Sägeschrecke ist eine streng geschützte Art und darf weder gefangen noch gestört werden. Sie ist für den Menschen völlig harmlos, kann aber bei unsachgemäßer Berührung mit ihren kräftigen Kiefern zubeißen. Als nützliche Jägerin reguliert sie den Bestand anderer Insekten und ist ein Juwel der Gartenbiodiversität.
Die Große Sägeschrecke (Saga pedo) gehört zur Familie der Laubheuschrecken (Tettigoniidae) innerhalb der Ordnung der Heuschrecken. In unserer Region ist sie extrem selten und kommt nur in besonders warmen Gebieten wie dem Wallis, dem Burgenland oder dem Kaiserstuhl vor. Mit einer Länge von bis zu 12 cm und ihrer grünen Tarnfärbung ist sie perfekt an das Leben im hohen Gras angepasst. Da sie keine Flügel besitzt, ist ihr Aktionsradius begrenzt, was sie besonders anfällig für Lebensraumverlust macht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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