Bild folgtKI-generierte IllustrationSagina alexandrae
Auch bekannt als: Sagina alexandrae
Auffällig sind die dichten, moosartigen Polster und die feinen, pfriemlichen (spitz zulaufenden) Blättchen, an denen du das Pfriemen-Mastkraut (Sagina alexandrae) sofort erkennst. Als Art der Roten Liste 1 gehört sie zu den am stärksten gefährdeten Pflanzen in Deutschland und Österreich, weshalb ihre Ansiedlung im Garten ein echter Beitrag zum Artenschutz ist. Da sie Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) eingeht, fördert sie die Gesundheit des Bodenlebens ganz entscheidend. Wer diese botanische Kostbarkeit kultiviert, hilft dabei, ein fast verschwundenes Glied unserer heimischen Natur zu bewahren. Hast du schon ein Plätzchen für diese seltene Pionierpflanze reserviert?
Botanische Rarität: Schütze eine der seltensten Arten der Roten Liste 1.
Obwohl für das Pfriemen-Mastkraut derzeit keine spezifischen Bestäubungsdaten in unserer Datenbank vorliegen, ist sein ökologischer Wert durch die extreme Seltenheit (Rote Liste 1) herausragend. Die Pflanze schließt Lücken in der Vegetationsdecke und bietet kleinsten Bodenorganismen in ihren dichten Polstern Schutz. Durch die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen dient sie als wichtiger Knotenpunkt im unterirdischen Netzwerk des Gartens. Als heimische Art ist sie perfekt in das regionale Ökosystem integriert und stellt eine genetische Reserve für den Erhalt der biologischen Vielfalt dar.
Die Datenbank stuft das Pfriemen-Mastkraut als nicht kindersicher ein. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bekannt sind, solltest du darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslung mit giftigen Gartenpflanzen ist aufgrund der charakteristischen, moosähnlichen Wuchsform nahezu ausgeschlossen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen Platz mit ausreichend Licht, an dem das Mastkraut nicht von wüchsigeren Nachbarn unterdrückt wird.
Boden: Die Erde sollte durchlässig sein, da die Pflanze als Pionierart offene Bodenstellen schätzt.
Pflanzzeit: Du kannst das Mastkraut im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Entferne regelmäßig aufkommende Wildkräuter, um den polsterförmigen Wuchs zu erhalten.
Vermehrung: Eine Teilung der Matten ist im zeitigen Frühjahr möglich.
Wässern: In trockenen Sommern ist eine moderate Wassergabe wichtig, da die flachen Wurzeln wenig Reserven haben.
Kombination: Eine gute Partnerin ist der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) – beide Arten kommen mit kargen Standorten zurecht und bilden zusammen einen trittfesten, ökologisch wertvollen Teppich.
Das Pfriemen-Mastkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland und Österreich als Indigen (ursprünglich einheimische Art) sowie als Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) eingestuft. Es wächst bevorzugt in lückigen Vegetationsstrukturen und ist an seinen winzigen, rasenbildenden Trieben erkennbar. Eine Besonderheit ist die arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Pilz-Symbiose, die der Pflanze hilft, Nährstoffe aus kargen Böden effizienter aufzunehmen. Aufgrund seines Status der Gefährdungsstufe 1 ist es in der freien Natur kaum noch anzutreffen.
1 Video zu Pfriemen-Mastkraut

•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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