Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix appendiculata
Auch bekannt als: Großblatt-Weide, Schlucht-Weide, Gebirgs-Weide
Auffällig sind bei der Großblättrigen Weide (Salix appendiculata) ihre namensgebenden, großen Blätter mit der runzeligen Oberseite und der graufilzigen Unterseite. Diese Weide ist eine indigene (einheimische) Art, die in den Bergregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Hause ist. In deinem Garten schlägt sie eine Brücke zur alpinen Flora und bereichert besonders jene Stellen, die etwas mehr Feuchtigkeit halten. Da sie perfekt an unser Klima angepasst ist, erweist sie sich als robuste und unkomplizierte Begleiterin. Du kannst mit ihr wunderbar natürliche Akzente setzen und die Artenvielfalt deiner Region unterstützen.
Alpine Robustheit für feuchte Gärten: Die Weide mit den Charakterblättern.
Als indigen (einheimisch) eingestufte Art ist die Großblättrige Weide ein wertvoller Baustein für die regionale Biodiversität. Eine Besonderheit ist ihre EM (Ektomykorrhiza), eine Form der Symbiose, bei der nützliche Bodenpilze die Feinwurzeln wie einen Mantel umschließen. Dieser Mantel schützt die Pflanze und hilft ihr, Wasser und Nährstoffe effizienter aus dem Boden zu ziehen. Da die Art laut aktuellen Bestandsdaten auf der Roten Liste als ungefährdet geführt wird, kannst du sie bedenkenlos zur Stärkung der heimischen Flora pflanzen. In ihrer natürlichen Umgebung trägt sie mit ihrem Wurzelwerk entscheidend zur Stabilisierung des Bodens bei. Im Garten bietet sie durch ihren dichten Wuchs einen geschützten Raum für die lokale Fauna.
Die Großblättrige Weide wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile, insbesondere die salicinhaltige Rinde, in den Mund nehmen. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit giftigen Gebirgssträuchern, da die Blattstruktur sehr markant ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
5.31 m
Standort: Suche einen sonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein. Ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) wie diese Weide kommt mit normalem Gartenboden bestens zurecht.
Pflanzzeit: Setze den Strauch von März bis Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber im Spätwinter erfolgen, um die Form zu wahren.
Vermehrung: Die Vermehrung gelingt meist gut über Steckhölzer im zeitigen Frühjahr.
Symbiose: Die Pflanze geht eine EM (Ektomykorrhiza - eine Lebensgemeinschaft, bei der Pilze die Wurzeln schützend umhüllen) ein, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria). Beide teilen die Vorliebe für frische bis feuchte Standorte und bilden zusammen eine stimmige, ökologisch wertvolle Pflanzengemeinschaft.
Die Großblättrige Weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) in der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt vor allem in den Gebirgen Mitteleuropas, wo sie feuchte Schutthänge und Bergwälder besiedelt. Charakteristisch für diese Art sind die kräftigen Zweige und die im Vergleich zu anderen Weiden sehr breiten, eiförmigen Blätter. Als Standort bevorzugt sie sonnige Lagen auf Böden mit mittlerem Nährstoffgehalt.
3 Videos zu Großblättrige Weide



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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