Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix glabra
Du erkennst die Kahle Weide (Salix glabra) an ihren glänzend grünen, auffällig unbehaarten Blattflächen und den glatten, oft rötlich-braun gefärbten Zweigen. Da sie eine heimische Art unserer Bergregionen ist, bringt sie eine besondere alpine Note in deinen Garten und ist bestens an unser Klima angepasst. Sie besiedelt Standorte, die weder zu trocken noch staunass sind, und trägt zur pflanzlichen Vielfalt in naturnahen Gärten bei. Als Gärtner profitierst du von ihrer Robustheit und dem kompakten Wuchs. Wenn du einen sonnigen Platz mit normalem Boden hast, ist sie eine ideale Wahl für eine standortgerechte Gestaltung.
Alpine Robustheit mit glänzendem Blattwerk für sonnige Gartenplätze.
Nach aktuellen Daten ist die Kahle Weide vor allem durch ihre Symbiose mit Bodenpilzen, der EM (Ektomykorrhiza), ökologisch bedeutsam. Diese Lebensgemeinschaft fördert ein gesundes Bodenleben und hilft der Pflanze, Nährstoffe effizient zu nutzen. Als indigene (heimische) Art ist sie ein fester Bestandteil der regionalen Flora in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Obwohl spezifische Bestäubungsdaten für diese Art in der Datenbank fehlen, ist sie als einheimisches Gehölz ein wertvoller Baustein für die strukturelle Vielfalt und die Stabilisierung von Bodenflächen in deinem Garten.
Die Kahle Weide wird als nicht kindersicher eingestuft. Da Weidengewächse Bitterstoffe und Salicylate enthalten können, solltest du darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der typischen Wuchsform und der charakteristischen, unbehaarten Blätter bei genauer Betrachtung nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.73 m
Wähle für die Kahle Weide einen Standort in der vollen Sonne, damit sie sich optimal entwickelt. Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, also weder austrocknen noch unter Staunässe leiden. Als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) benötigt sie keinen speziellen Dünger; normaler Gartenboden reicht völlig aus. Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Achte auf eine gleichmäßige Feuchtigkeit nach dem Einsetzen.
Ein Rückschnitt ist meist nicht nötig, kann aber im Spätwinter zur Formgebung erfolgen.
Zur Vermehrung eignen sich Steckhölzer im zeitigen Frühjahr.
Die Pflanze ist frosthart und an kühleres Klima gewöhnt.
Gute Partnerin: Die Silberwurz (Dryas octopetala). Beide teilen die Vorliebe für sonnige, alpine Bedingungen und ergänzen sich optisch hervorragend in einer naturnahen Steingarten-Anlage.
Die Kahle Weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Sie ist in den Alpen und Voralpen von Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Typischerweise wächst sie als sommergrüner Strauch in subalpinen Gebüschen oder auf Felsschutt. Ein wichtiges Merkmal ist die EM (Ektomykorrhiza), eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit Bodenpilzen, die die Nährstoffaufnahme der Pflanze an ihren natürlichen Standorten optimiert.
3 Videos zu Kahle Weide



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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