Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix pendulina
Auch bekannt als: Trauerweide, Salix ×pendulina
An den markanten, schleierartig bis zum Boden herabhängenden Zweigen lässt sich die Trauer-Weide (Salix ×pendulina) sofort erkennen. Für deinen Naturgarten ist dieser Baum ein Gewinn, da er durch seine lange Blütezeit von April bis Juli über vier Monate hinweg eine beständige Ressource in der Landschaft darstellt. Während andere Gehölze oft nur kurze Zeit blühen, bietet diese Weide eine wertvolle zeitliche Kontinuität für die hiesige Insektenwelt. Wenn du eine feuchte Stelle oder einen Teichrand in deinem Garten hast, ist dieser Baum eine hervorragende Wahl für ein lebendiges Ökosystem. Du solltest jedoch den Platzbedarf dieses imposanten Baumes von Anfang an einplanen.
Vier Monate Blütenschleier: Deine verlässliche Sommertankstelle am Gartenteich.
Die ökologische Bedeutung der Trauer-Weide ergibt sich primär aus ihrer außergewöhnlich langen Blütephase von April bis Juli (Monat 4 bis 7). In diesem Zeitraum stellt sie über viele Wochen hinweg Pollen und Nektar zur Verfügung, was sie zu einem stabilen Anlaufpunkt für verschiedene Bestäuber macht. Da keine spezifischen Artendaten vorliegen, betrachten wir ihre Rolle als wertvolles Strukturgehölz. Durch den dichten, hängenden Wuchs bietet sie geschützte Rückzugsorte und Nistmöglichkeiten für die lokale Vogelwelt. Zudem trägt sie zur Regulierung des Wasserhaushalts im Boden bei und schafft durch Verdunstung ein angenehmes Mikroklima (kleinräumiges, vom Umfeld abweichendes Klima) an Wasserstellen.
Die Trauer-Weide wird als nicht kindersicher eingestuft. Ihre Rinde enthält Salicylate (chemische Verbindungen, die als Abwehrstoffe dienen), die bei Verzehr sehr bitter schmecken und zu Übelkeit oder Magenbeschwerden führen können. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher eine aufmerksame Platzierung oder Beaufsichtigung ratsam, um das Kauen auf Zweigen zu verhindern.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Apr – Jul
Nutze den März oder April für die Pflanzung, um die natürliche Bodenfeuchte des Frühjahrs auszunutzen.
Wähle einen vollsonnigen Standort, damit die Krone dicht und gesund wachsen kann.
Der Boden sollte tiefgründig und schwer sein, da die Weide einen hohen Wasserbedarf hat.
Halte die Erde nach der Pflanzung und in trockenen Sommern stets gleichmäßig feucht.
Plane einen großzügigen Pflanzabstand ein, da der Baum im Alter eine beachtliche Breite erreicht.
Ein Rückschnitt ist im Spätwinter möglich, um Totholz zu entfernen oder die Form zu erhalten.
Verzichte auf zusätzliche Düngung, da die Pflanze an nährstoffreiche Uferböden angepasst ist.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) — sie besiedelt denselben feuchten Standort am Teichrand und ergänzt die ökologische Funktion des Uferbereichs.
Die Trauer-Weide (Salix ×pendulina) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) in der Ordnung der Malpighienartigen. Als gärtnerische Kreuzung (Hybrid) ist sie in Mitteleuropa weit verbreitet, wobei ihre Vorlieben den natürlichen Standorten in der Aue (ufernahe, zeitweise überschwemmte Gebiete) entsprechen. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch ihre langen, biegsamen Triebe und die schmalen, lanzettlichen (blattförmig wie eine Lanzenspitze) Blätter aus. Sie vereint die Robustheit einheimischer Weiden mit einer charakteristischen Wuchsform, die sie im Gartenbau unverwechselbar macht.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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