Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix planifolia
Auch bekannt als: Salix planifolia
An den glänzenden, fast diamantförmigen Blättern lässt sich die Flachblättrige Weide (Salix planifolia) sofort erkennen. Als Gartenbesitzer schätzt du an ihr vor allem die frühe Blüte, die nach den grauen Wintermonaten das erste Leben in dein Grün bringt. Sie dient als eine der ersten Energiequellen für die heimische Insektenwelt, wenn andere Pflanzen noch ruhen. Du tust mit dieser Weide also aktiv etwas für den Artenschutz direkt vor deiner Haustür. Mit ihrem kompakten Wuchs passt sie zudem wunderbar in Gärten, die nicht übermäßig viel Platz für ausladende Bäume bieten.
Erste Hilfe für den Vorfrühling: Die robuste Weide für nasse Gartenplätze.
Nach aktuellen Beobachtungen zur Ökologie von Weidengewächsen ist diese Art ein unverzichtbarer Bestandteil des frühen Ökosystems. Da sie bereits blüht, während viele andere Arten noch im Winterschlaf sind, bietet sie die erste Nahrung für Bestäuber, die bei den ersten Sonnenstrahlen erwachen. Die Kätzchen liefern sowohl Nektar als auch energiereichen Pollen. Für die Vogelwelt ist das dichte Zweigwerk ein sicherer Rückzugsort und potenzieller Nistplatz. Da für diese spezifische Art keine detaillierten Beziehungsdaten zu einzelnen Insekten vorliegen, bleibt ihre Rolle als Generalist für die Grundversorgung des Gartens entscheidend. Sie fördert die Biodiversität vor allem an Standorten, die für viele andere Pflanzen zu nass wären.
Die Flachblättrige Weide ist nicht als kindersicher eingestuft. Dies liegt an den enthaltenen Bitterstoffen und Salicylaten in der Rinde und den Blättern, die bei Verzehr zu Übelkeit führen können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Sträuchern der heimischen Flora.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.2 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne oder im Halbschatten, damit die Weide kräftig wächst.
Der Boden muss dauerhaft feucht oder sogar nass sein; trockene Standorte verträgt die Pflanze nicht.
Ein schwerer Lehmboden oder humose Erde am Teichrand ist ideal für die Nährstoffversorgung.
Pflanze das Gehölz entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November.
Achte darauf, dass der Wurzelballen beim Einpflanzen gut gewässert wird und der Boden danach nie ganz austrocknet.
Ein Rückschnitt im Spätwinter fördert den kompakten Wuchs und die Bildung neuer Kätzchen.
Die Vermehrung ist unkompliziert über Steckhölzer möglich, die du einfach in feuchte Erde steckst.
Da sie sehr robust ist, benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger, sofern der Boden natürlich feucht bleibt.
Gute Partnerin: Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für nasse Füße und ergänzen sich optisch am Wasserlauf.
Die Flachblättrige Weide (Salix planifolia) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet in unserer Region liegt in Österreich, wo sie bevorzugt an Ufern, in Mooren oder auf nassen Bergwiesen wächst. Als sommergrüner Strauch erreicht sie moderate Höhen und bildet eine glatte, oft rötlich-braune Rinde an den jungen Zweigen aus. Die Blätter sind wechselständig angeordnet und zeichnen sich durch eine auffällig glatte Oberfläche aus, was sie von vielen filzigeren Weidenarten unterscheidet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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