Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix retusa agg.
Artengruppe
Du erkennst die Teppich-Weide sofort an ihrem flach am Boden kriechenden Wuchs und den winzigen, ledrigen Blättern, die oft eine eingedrückte Spitze haben. Sie ist eine wertvolle Pionierart für alpine Gartenbereiche, da sie karge Standorte festigt und das Bodenleben fördert. Durch ihre Ektomykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) erschließt sie Nährstoffe in mageren Böden und bereitet den Lebensraum für andere Hochgebirgspflanzen vor. Da sie als indigen (einheimisch) eingestuft ist, passt sie hervorragend in unsere regionale Natur. Wenn du eine robuste, bodennahe Art für sonnige, magere Flächen suchst, triffst du mit ihr eine hervorragende Wahl.
Kriechende Gebirgsspezialistin für magere Standorte und stabile Böden
Die ökologische Bedeutung der Teppich-Weide liegt primär in ihrer Rolle als Bodenfestiger und Mykorrhiza-Partner. Sie geht eine Ektomykorrhiza (EM) ein, eine Form der Symbiose, bei der bestimmte Bodenpilze die Feinwurzeln wie einen schützenden Mantel umschließen. Dieser Verbund ist auf mageren Böden (nährstoffarmen Standorten) überlebenswichtig, da er den Nährstoffaustausch massiv verbessert. Ihr dichter, teppichartiger Wuchs verhindert zudem die Erosion (Bodenabtrag durch Wind und Regen) auf Rohböden. Als heimische Art ist sie ein fester Bestandteil alpiner Pflanzengesellschaften.
Die Pflanze gilt als nicht kindersicher. Wie viele Weidenarten enthalten auch die Blätter und die Rinde der Teppich-Weide Salicylate (Vorstufen der Salicylsäure), die bei versehentlichem Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen, kriechenden Wuchsform im Garten kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Die Teppich-Weide ist ein Spezialist für karge Verhältnisse.
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten, damit sie kompakt wächst.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, darf aber keine Staunässe bilden.
Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen mageren Boden; verzichte daher bitte komplett auf Dünger.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte beim Einsetzen darauf, dass der Boden offen und frostfrei ist.
Da sie sehr langsam und flach wächst, ist ein Rückschnitt bei dieser Art normalerweise nicht erforderlich.
Du kannst sie durch Steckholz vermehren, indem du im Frühjahr Triebe direkt in die Erde steckst.
Eine hervorragende Partnerin ist die Silberwurz (Dryas octopetala).
Beide teilen ähnliche Standortansprüche und bilden zusammen ein stabiles Polster, das den Boden kühlt und vor Austrocknung schützt.
Die Teppich-Weide (Salix retusa agg.) ist eine Artengruppe (eine Gruppe sehr ähnlicher, nah verwandter Arten) aus der Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Sie ist in den Hochgebirgen Mitteleuropas heimisch und besiedelt dort bevorzugt kalkreiche Felsfluren und alpine Rasen. Ihr Wuchs als Spalierstrauch (Pflanze, deren Äste flach dem Boden oder Felsen aufliegen) ist eine perfekte Anpassung an extreme Winde und Kälte. Botanisch zeichnet sie sich durch ihre kahlen Triebe und die kleinen, oft ungezähnten Blätter aus.
3 Videos zu Teppich-Weide (Artengruppe)



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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