Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix silesiaca
Auch bekannt als: Salix silesiaca
An ihren breit-elliptischen, unterseits bläulich-grünen Blättern lässt sich die Schlesische Weide (Salix silesiaca) sofort erkennen. Da sie besonders früh im Jahr blüht, stellt sie eine der ersten verlässlichen Energiequellen nach dem Winter dar. Auch wenn für diese spezielle Art keine detaillierten Bestäubungsdaten vorliegen, sichert sie als Pionierpflanze die Bodenstabilität in rauen Lagen. Wenn du in einer höheren Region gärtnerst, holst du dir mit ihr ein Stück echte alpine Wildnis direkt an den Gartenteich.
Robuste Alpenbewohnerin: Die Schlesische Weide bringt Berg-Flair in deinen Garten.
Obwohl für die Schlesische Weide keine spezifischen Insektendaten vorliegen, besetzen Weiden generell eine ökologische Schlüsselposition. Als Frühblüher bieten sie die erste Nahrung für Insektenköniginnen, die im zeitigen Frühjahr dringend Energie benötigen. In ihrer Heimat Österreich stabilisiert sie mit ihrem Wurzelwerk Böden an Gebirgshängen und schützt so vor Erosion. Die dichte Verzweigung dient Bergvögeln als geschützter Nistplatz und Versteck. Während der Wintermonate bieten die Knospen und Rindenanteile eine wichtige Nahrungsquelle für die heimische Wildtierfauna. Damit leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Vernetzung alpiner Lebensräume.
Bitte beachte, dass die Schlesische Weide als nicht kindersicher eingestuft wird. Ihre Rinde enthält Salicylate (natürliche Wirkstoffe, aus denen später Aspirin entwickelt wurde), die bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen können. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Sträuchern besteht in ihrem typischen Lebensraum kaum, dennoch ist Vorsicht bei kleinen Kindern geboten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3 m
Wähle für die Schlesische Weide einen hellen bis sonnigen Standort, der ihren natürlichen Lichtbedürfnissen entspricht.
Der Boden sollte dauerhaft frisch bis feucht sein, wobei du Staunässe (stehendes Wasser, das die Wurzeln faulen lässt) vermeiden solltest.
Als Pflanzzeit bieten sich die Monate März bis Mai oder der Herbst von September bis Ende November an, sofern der Boden offen ist.
Da sie an das alpine Klima angepasst ist, benötigt sie in Österreich keinen Winterschutz.
Eine Düngung ist bei normalem Gartenboden nicht erforderlich, da die Art an karge Bedingungen gewöhnt ist.
Du kannst sie leicht über Steckhölzer (holzige Zweigstücke, die direkt in die Erde gesteckt werden) vermehren.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig, kann aber im zeitigen Frühjahr zur Formgebung erfolgen.
Achte darauf, dass sie ausreichend Platz zum Ausbreiten hat, da sie buschig wächst.
Gute Partnerin: Der Graue Alpendost (Adenostyles alliariae) - beide teilen die Vorliebe für feuchte, montane Standorte.
Diese Kombination fördert ein naturnahes Mikroklima und ahmt die natürliche Hochstaudenflur nach.
Die Schlesische Weide (Salix silesiaca) ist eine charakteristische Art aus der Gattung der Weiden und in den Gebirgen Mitteleuropas beheimatet. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in Österreich, wo sie bevorzugt in der subalpinen Höhenstufe (die Region unterhalb der Baumgrenze) an Bachläufen und in feuchten Bergwäldern wächst. Morphologisch auffällig sind ihre kräftigen Triebe und die derben Blätter mit einer ausgeprägten Netznervatur (ein maschenartiges Muster der Blattadern). Als zweihäusige Pflanze trägt sie entweder rein männliche oder rein weibliche Blütenkätzchen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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