Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxicola maurus (Pallas, 1773)
Auch bekannt als: Sibirisches Schwarzkehlchen
Das Pallasschwarzkehlchen (Saxicola maurus) erkennst du an seinem dunklen Kopf, dem hellen Halsring und dem oft lebhaften Wippen mit dem Schwanz, während es auf erhöhten Aussichtspunkten sitzt. Dieser kleine Vogel ist ein reiner Insektenfresser, der seine Beute meist direkt vom Boden oder im kurzen Flug schnappt. Sein Nest errichtet er als Bodenbrüter (Vogel, der sein Nest direkt auf oder knapp über dem Erdboden baut) gut versteckt im hohen Gras oder in dichter, bodennaher Vegetation. Als Langstreckenzieher (Vogel, der Distanzen von mehreren tausend Kilometern zwischen Brut- und Wintergebiet zurücklegt) ist er bei uns nur während der warmen Monate anzutreffen. Du kannst den Vogel fördern, indem du Bereiche im Garten nicht mähst und so geschützte Zonen für die Nestanlage schaffst. Da er auf tierische Kost angewiesen ist, fördert eine naturnahe Bewirtschaftung ohne Giftstoffe sein Überleben. Achte darauf, dichte Bodenvegetation in Ruhe zu lassen, um potenzielle Brutplätze nicht zu gefährden. In der kalten Jahreszeit zieht es ihn in weit entfernte Regionen, weshalb eine Winterfütterung für diese Art bei uns nicht notwendig ist.
Diese Art ist nach geltendem Naturschutzrecht streng geschützt, weshalb das Zerstören von Fortpflanzungsstätten untersagt ist. Da der Vogel am Boden brütet, solltest du während der Brutzeit auf das Betreten von hohen Wiesenflächen verzichten. Besondere Vorsicht ist bei der Gartenarbeit im Bereich dichter Bodenbedeckung geboten.
Das Pallasschwarzkehlchen (Saxicola maurus) wird taxonomisch (nach der Lehre der systematischen Einordnung) in die Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae) gestellt. Es besiedelt weite Teile Asiens und erreicht in Osteuropa sowie vereinzelt in Mitteleuropa seine westliche Verbreitungsgrenze. Die Art bevorzugt offene Habitate (Lebensräume) mit niedriger Vegetation und einzelnen Sitzwarten. Eine Verwechslung ist mit dem gewöhnlichen Schwarzkehlchen möglich, wobei das Pallasschwarzkehlchen oft einen deutlich helleren Bürzel (den Bereich zwischen Rücken und Schwanzfedern) aufweist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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