Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxicola rubicola (Linnaeus, 1766)
Das Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola) faellt im Garten durch seinen dunklen Kopf, die leuchtend orangefarbene Brust und ein markantes Verhalten auf, bei dem es oft auf hohen Stauden oder Zaunpfaehlen sitzt, um Ausschau zu halten. Als reiner Insektenfresser (Nahrung besteht aus Kerbtieren und deren Larven) sucht es am Boden oder im Flug nach Beute. Dieser kleine Vogel bevorzugt offene Landschaften und findet sich oft in naturnahen Gaerten mit Brachflaechen (unbewirtschaftete Bereiche). Sein Ruf erinnert an das Aneinanderschlagen von Kieselsteinen, ein kurzes und hartes tschek-tschek. Das Nest wird gut versteckt direkt am Boden in dichter Vegetation angelegt, weshalb es als Bodenbrueter (Vogel, der am Erdboden nistet) besonders stoerungsanfaellig ist. Als Kurzstreckenzieher (Vogel, der nur kurze Distanzen zum Winterquartier fliegt) kehrt es oft schon im Februar oder Maerz aus dem Mittelmeerraum zu uns zurueck. Du kannst diesen Gast unterstuetzen, indem du wilde Ecken mit dichter Krautschicht stehen laesst und auf Pestizide (chemische Mittel zur Schaedlingsbekaempfung) verzichtest. Da es gerne von erhoehten Warten (Aussichtspunkten) jagt, sind einfache Zaunpfaehle oder duenne Stecken in offenen Beeten hilfreiche Jagdhilfen. Ein Nistkasten wird nicht angenommen, da die Art ausschliesslich am Boden siedelt.
Diese Art ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschuetzt. Da das Schwarzkehlchen am Boden siedelt, duerfen dichte Grasstuecke waehrend der Brutzeit nicht betreten oder gemaeht werden, um die versteckten Nester nicht zu zerstoeren. Stoerungen koennen zum Abbruch der Brut fuehren.
Das Schwarzkehlchen gehoert zur Familie der Fliegenschnaepper (Muscicapidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvoegel (Passeriformes). Es ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz heimisch und bevorzugt offenlandartige Lebensraeume mit einzelnen Bueschen. Im Gegensatz zum Braunkehlchen fehlt ihm der weisse Ueberaugenstreif (heller Federstreifen ueber dem Auge). Die Art lebt waehrend der Brutzeit streng territorial und verteidigt ihr Revier gegen Artgenossen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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