Bild folgtKI-generierte IllustrationSceliphron curvatum (F.Smith, 1870)
Auch bekannt als: Asiatische Lehmtopfwespe, Orientalische Mauerlwespe, Orientalische Mauerwespe
Du erkennst die Keulhornwespe an ihrem extrem langen, fadenförmigen Hinterleibsstiel und den gelben Binden auf dem ansonsten dunkelbraun bis schwarz gefärbten Körper. Da es derzeit Februar ist, wirst du die erwachsenen Tiere zwar nicht fliegen sehen, kannst aber ihre markanten, krugförmigen Lehmnester an geschützten Stellen wie Fensterrahmen oder auf dem Dachboden entdecken. Diese Art ist ein Neozoon (eine gebietsfremde Art), die ursprünglich aus Asien stammt und sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgebreitet hat. Pro Jahr bildet sie meist zwei Generationen aus. Das Weibchen mauert aus Lehm kleine Gefäße, in die es jeweils ein einzelnes Ei legt. Die Larve wird mit gelähmten Spinnen versorgt, die als lebender Proviant dienen. Im Frühling besuchen die Wespen den Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris), im Sommer die Wilde Möhre (Daucus carota) und im Herbst den Pastinak (Pastinaca sativa). Die Überwinterung erfolgt als Larve in einer Kältestarre (Zustand herabgesetzter Aktivität) innerhalb der Lehmnester. Du kannst sie unterstützen, indem du lehmige Bodenstellen im Garten als Baumaterial anbietest. Die Tiere sind friedfertig und für den Menschen völlig harmlos.
Diese Art ist für Menschen völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Sie steht derzeit auf keiner Roten Liste, da sie als gebietsfremde Art nicht unter den heimischen Artenschutz fällt. Ein Umsiedeln der Lehmnester ist nicht notwendig, da von den Tieren keine Gefahr ausgeht.
Die Keulhornwespe (Sceliphron curvatum) ist ein Vertreter der Grabwespen (Sphecidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie lebt solitär (einzeln lebend) und bildet keine Staaten wie die bekannten sozialen Faltenwespen. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst heute weite Teile Mitteleuropas von Deutschland bis nach Belgien. Charakteristisch ist der Petiolus (Hinterleibsstiel), der bei dieser Gattung besonders stark verlängert ist und die Art für Laien deutlich von anderen Wespenfamilien unterscheidbar macht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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