Bild folgtKI-generierte IllustrationScheuchzeria palustris
Auch bekannt als: Blumensimse, Blumenbinse, Blumenbinsen, Blasensimse
An ihren rinnigen, grasartigen Blättern mit der auffälligen Pore an der Blattspitze lässt sich die Blasenbinse (Scheuchzeria palustris) sofort erkennen. Diese hochspezialisierte Art ist ein echtes Juwel für den Moor- oder Sumpfgarten und in unserer Region mit der Roten Liste 2 als stark gefährdet eingestuft. Da sie auf nährstoffarme, nasse Bedingungen angewiesen ist, hilft sie dir, ein sensibles Ökosystem im Kleinen zu bewahren und die Vielfalt spezialisierter Moorstandorte zu fördern. Sie lebt in einer engen Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen, der Arbuskulären Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln). Trau dich an dieses seltene Gewächs heran, wenn du einen dauerfeuchten Standort bieten kannst.
Rarität im Moorbeet: Schütze eine der am stärksten gefährdeten Pflanzen unserer Heimat.
Nach aktuellen Daten zur Biodiversität ist die Blasenbinse als spezialisierte Zeigerpflanze für intakte Moore von unschätzbarem Wert. Da sie mit der Roten Liste 2 als stark gefährdet gilt, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen direkten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Die Pflanze nutzt die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose), um an Standorten mit extremem Nährstoffmangel zu überleben. Auch wenn für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäuberdaten in der Datenbank vorliegen, ist sie ein integraler Bestandteil der hochspezialisierten Flora unserer Moore. Durch ihren Erhalt stärkst du die Widerstandsfähigkeit dieser seltenen Lebensräume.
Die Blasenbinse (Scheuchzeria palustris) wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen oder verschlucken. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Pflanzenarten im selben Lebensraum besteht aufgrund der charakteristischen Blattporen und Wuchsform kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.15 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der niemals austrocknet.
Feuchtigkeit: Die Pflanze benötigt dauerhafte Nässe, ideal ist ein Wasserstand direkt an der Bodenoberfläche.
Boden: Der Untergrund muss mager (nährstoffarm) und kalkfrei sein. Ein spezielles Moorbeet mit saurem Milieu ist perfekt.
Pflanzzeit: Setze die Blasenbinse von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) darf sie niemals gedüngt werden, da dies ihr schadet.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich langsam über ihre unterirdischen Ausläufer aus.
Winter: Sie ist frosthart und benötigt keinen Winterschutz, sollte aber im nassen Substrat verbleiben.
Kombination: Gute Partnerin ist das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium). Beide teilen die Vorliebe für nasse, saure Standorte und bilden eine ökologisch wertvolle Pflanzengemeinschaft des Hochmoors nach.
Die Blasenbinse (Scheuchzeria palustris) ist die einzige Vertreterin der Familie der Blasenbinsengewächse (Scheuchzeriaceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, jedoch aufgrund des schwindenden Lebensraums sehr selten geworden. Ihr natürliches Vorkommen beschränkt sich auf Hochmoore und Schwingrasen (auf dem Wasser schwimmende Pflanzendecken). Morphologisch zeichnet sie sich durch ein kriechendes Rhizom (unterirdischer Spross) und kleine, gelblich-grüne Blüten aus, die in einer lockeren Traube angeordnet sind.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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