Bild folgtKI-generierte IllustrationSchoenoplectus californicus
Auch bekannt als: Totora-Schilf
Kaum zu uebersehen: Die Kalifornische Teichbinse (Schoenoplectus californicus) ragt mit ihren meterhohen, dunkelgruenen und fast blattlosen Stielen weit aus der Uferzone deines Teiches heraus. In unserer Region ist sie vor allem in Oesterreich heimisch und erfuellt dort wichtige Aufgaben im Oekosystem der Gewaesserraender. Da sie ein Starkzehrer ist, hilft sie dir aktiv dabei, das Wasser deines Gartenteiches sauber und klar zu halten. Sie bietet zudem wichtige Versteckmoeglichkeiten fuer die Tierwelt im flachen Wasser. Wenn du eine robuste Pflanze fuer die Klaerzone suchst, die auch im Winter Struktur liefert, ist diese Art eine gute Wahl.
Die kraftvolle Klaeranlage: Filtert dein Teichwasser und bietet Schutzraum.
Diese Binse fungiert im Garten als natuerliche Klaeranlage, da sie dem Wasser ueberschuessige Naehrstoffe entzieht. In ihren dichten Bestaenden finden viele Wasserorganismen und Amphibien Schutz vor Fressfeinden. Da die Bestaeubung ueber den Wind erfolgt, produziert die Pflanze keinen Nektar fuer Insekten, bietet aber Raupen spezialisierter Kleinschmetterlinge einen Lebensraum. Im Winter dienen die Samen als wichtige Kraftnahrung fuer Voegel, die in den hohlen Halmen nach Nahrung suchen. Durch den Gasaustausch ueber die Halme verhindert sie zudem das Umkippen des Teiches bei geschlossener Eisdecke.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Ihre langen Stiele sind sehr stabil und koennen bei unsachgemässem Umgang oder beim Abknicken scharfe Kanten bilden, an denen sich spielende Kinder schneiden koennen. Es besteht jedoch keine Giftgefahr durch den Verzehr von Pflanzenteilen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.01 m
Standort: Bevorzugt vollsonnige bis leicht halbschattige Plaetze direkt im Wasser.
Wassertiefe: Ideal ist eine Pflanzung in 10 bis 40 Zentimetern Tiefe.
Boden: Der Untergrund sollte naehrstoffreich und lehmig oder schlammig sein.
Pflanzzeit: Die beste Zeit ist von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern das Wasser noch nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rueckschnitt sollte erst im Fruehjahr erfolgen, da die hohlen Stiele im Winter den Gasaustausch unter einer Eisdecke gewaehrleisten.
Vermehrung: Dies gelingt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im Fruehjahr.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Nachbarin ist die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus). Beide Arten teilen sich den Standort im Flachwasser und ergaenzen sich oekologisch, da die Schwertlilie mit ihren Wurzeln zusaetzlich zur Wasserreinigung beitraegt.
Die Kalifornische Teichbinse gehoert zur Familie der Sauergrasgewaechse (Cyperaceae) und zur Ordnung der Suessgrasartigen. In Mitteleuropa gilt sie speziell in Oesterreich als heimisch, wo sie an Seeufern und in Suempfen vorkommt. Charakteristisch ist ihr Wuchs aus einem Rhizom (unterirdischer Kriechspross), aus dem markhaltige, fast blattlose Halme treiben. Diese Halme sind im Querschnitt rund bis leicht dreikantig und koennen unter optimalen Bedingungen eine beachtliche Hoehe erreichen. Die Blueten erscheinen als unscheinbare, braune Aehrchen am Ende der Stiele.
2 Videos zu Totora-Schilf


•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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