Bild folgtKI-generierte IllustrationSchoenus ferrugineus x nigricans
An ihren tiefbraunen bis fast schwarzen Blütenköpfchen, die wie kleine Knöpfe an den Spitzen der straffen Halme sitzen, lässt sich die Kopfried-Hybride (Schoenus ferrugineus x nigricans) sofort erkennen. Diese seltene Kreuzung ist ein spezialisierter Bewohner von Kalkmooren und bringt eine ganz besondere, herbe Ästhetik in deinen Garten. Die dichten Horste (Pflanzenbüschel) dienen in feuchten Gartenbereichen als wertvoller Rückzugsort für kleine Amphibien. Wenn du eine nasse, kalkreiche Stelle im Garten hast, kannst du mit dieser Pflanze wenig falsch machen.
Seltene Moor-Schönheit: Die perfekte Spezialistin für kalkreiche Sumpfzonen.
Als standorttypische Art trägt diese Hybride wesentlich zur strukturellen Vielfalt in feuchten Gartenbereichen bei. Da für diese spezifische Kreuzung keine direkten Bestäubungsdaten vorliegen, liegt ihr ökologischer Wert vor allem in der Bereitstellung von Lebensraum. Die dichten, winterharten Halme bieten Schutz und Überwinterungsmöglichkeiten für spezialisierte Insektenlarven und kleine wirbellose Tiere der Feuchtgebiete. In einem naturnahen Garten fördert sie das Mikroklima am Teichrand. Durch die Pflanzung dieser in Österreich heimischen Art leistest du einen aktiven Beitrag zum Schutz der genetischen Vielfalt unserer Moorflora.
Bitte beachte, dass die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft wird, da die Blattränder der Sauergräser oft sehr scharfkantig sind und kleine Schnittverletzungen an den Händen verursachen können. Trage bei der Pflege am besten Gartenhandschuhe. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten in ihrem typischen Lebensraum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Die Kopfried-Hybride stellt sehr spezifische Ansprüche, ist aber bei passenden Bedingungen pflegeleicht.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in der Sumpfzone deines Teiches oder in einem künstlich angelegten Moorbeet.
Boden: Der Boden muss dauerhaft nass sein und einen hohen Kalkgehalt aufweisen; saure Moorbeeterde ist ungeeignet.
Nährstoffe: Die Pflanze ist extrem magerkeitsliebend; dünge sie niemals, da sie sonst von Gräsern verdrängt wird.
Pflanzzeit: Setze sie am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Schneide die Halme erst im zeitigen Frühjahr zurück, damit die Struktur im Winter erhalten bleibt.
Vermehrung: Eine Teilung der Horste im Frühjahr ist die sicherste Methode, um die Pflanze im Garten zu verbreiten.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist das Breitblättrige Wollgras (Eriophorum latifolium), da beide die gleichen kalkreichen und nassen Bedingungen bevorzugen und sich optisch wunderbar ergänzen.
Diese Pflanze ist eine natürliche Hybride aus der Rostroten Kopfried (Schoenus ferrugineus) und der Schwarzen Kopfried (Schoenus nigricans) und gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Ihr Hauptverbreitungsgebiet in unserer Region liegt in Österreich, wo sie bevorzugt in kalkreichen Niedermooren und an Quellaustritten vorkommt. Typisch für diese Gattung sind die markigen, nicht hohlen Stängel und die kopfig gehäuften Ährchen. Als ausdauernde, horstbildende Pflanze bleibt sie über Jahre an ihrem Standort treu, sofern die Feuchtigkeit stabil bleibt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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