Bild folgtKI-generierte IllustrationScilla vindobonensis
Auch bekannt als: Wien-Blaustern
Typisch für den Wiener Blaustern (Scilla vindobonensis) sind seine leuchtend blauen Sternblüten, die an einem meist einseitigen Blütenstand erscheinen, und seine zwei schmalen, kräftigen Grundblätter. In der Natur ist dieser Frühblüher stark gefährdet (Rote Liste 2), weshalb er im Naturgarten eine ganz besondere Rolle als Arche-Pflanze für die regionale Flora spielt. Er besetzt die ökologische Nische unter Bäumen, bevor das Blätterdach dicht wird. Hol dir diesen seltenen Frühlingsboten in dein Gartenparadies und hilf dabei, ein Stück heimische Wildpflanzenvielfalt vor der Haustür zu bewahren.
Stark gefährdetes Juwel: Der seltene Blaustern für deinen Schattengarten.
Der ökologische Wert des Wiener Blausterns begründet sich vor allem in seiner Seltenheit und seinem Status als stark gefährdete Art (Rote Liste 2). Als indigener (einheimischer) Frühblüher ist er ein fester Bestandteil der regionalen Biodiversität in Deutschland und Österreich. Da er bereits im März blüht, stellt er in naturnahen Gärten ein wichtiges Nahrungsangebot für die heimische Insektenwelt bereit, wenn viele andere Pflanzen noch ruhen. Durch die gezielte Ansiedlung im Garten wird das Überleben dieser speziellen Art in der Kulturlandschaft unterstützt. Er schließt die Lücke im Blühkalender zwischen den ersten Sonnenstrahlen und dem Laubaustrieb der Gehölze.
Der Wiener Blaustern ist nicht kindersicher und sollte mit Vorsicht gepflanzt werden. Wie viele Hyazinthengewächse enthält er Wirkstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein und Vergiftungserscheinungen führen können. Es empfiehlt sich, beim Pflanzen der Zwiebeln Handschuhe zu tragen und darauf zu achten, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Standort: Wähle einen halbschattigen bis schattigen Platz, idealerweise unter sommergrünen Bäumen oder Sträuchern.
Boden: Die Erde sollte nährstoffreich und humos (durch zersetztes Laub angereichert) sein.
Feuchtigkeit: Im Frühjahr benötigt die Pflanze ausreichend Feuchtigkeit, während sie im Sommer auch trockenere Phasen verträgt.
Pflanzzeit: Setze die Zwiebeln von September bis Ende November, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Pflanztiefe: Die Zwiebeln etwa 5 bis 8 Zentimeter tief in die Erde bringen.
Pflege: Lass das Laub nach der Blüte unbedingt vollständig vergilben, damit die Kraft für das nächste Jahr in die Zwiebel zurückfließen kann.
Symbiose: Die Pflanze geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ein, eine nützliche Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln zur besseren Nährstoffaufnahme.
Vermehrung: An einem ungestörten Standort breitet sich die Pflanze über Jahre hinweg langsam durch Versamung und Nebenzwiebeln aus.
Kombinationsempfehlung: Gute Partner sind das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) oder der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava).
Ökologische Begründung: Diese Arten teilen den natürlichen Lebensraum des Waldrandes und blühen zeitgleich, was ein harmonisches und naturnahes Frühjahrsbild erzeugt.
Der Wiener Blaustern gehört zur Familie der Hyazinthengewächse (Hyacinthaceae) und ist als Indigen (ursprünglich einheimisch) in Deutschland und Österreich verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum liegt in nährstoffreichen Auenwäldern und Laubmischwäldern des Flachlandes. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 10 bis 20 Zentimetern und bildet Zwiebeln als Überdauerungsorgane. Ein markantes Merkmal dieser Art ist die oft intensive Blaufärbung der Staubbeutel, die ihn von anderen Blaustern-Arten unterscheidet.
1 Video zu Wiener Blaustern

•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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