Bild folgtKI-generierte IllustrationScorpiurus muricatus
Auch bekannt als: Stacheliger Skorpionsschwanz
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
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Interaktionen
dokumentiert
An den charakteristisch gekrümmten, stacheligen Hülsenfrüchten lässt sich der Stachelige Skorpionsschwanz (Scorpiurus muricatus) sofort erkennen. Diese einjährige, krautige Pflanze bringt mit ihren gelben Schmetterlingsblüten eine mediterrane Note in deinen Garten und dient als wertvoller Bodenverbesserer, der Stickstoff im Erdreich bindet. Da er eine Wuchshöhe von exakt 0,24 m erreicht, eignet er sich hervorragend für die Vorderkante sonniger Beete oder Steingärten. Seine schweren Samen werden geschickt durch Tiere verbreitet, was die Dynamik in deinem Naturgarten fördert. Wenn du eine seltene, botanische Besonderheit suchst, die wenig Pflege beansprucht, ist diese Art eine wunderbare Wahl für dich.
Skurrile Hülsenfrüchte und mediterraner Charme auf kompakten 24 Zentimetern.
Ein besonderes Merkmal des Stacheligen Skorpionsschwanzes ist sein hohes Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 10,8828 mg. Diese schweren Samen sind für die Kurzdistanz-Ausbreitung ausgelegt, werden aber auch durch Tiere verschleppt, an deren Fell die stacheligen Hülsen hängen bleiben. Als Leguminose reichert die Art den Boden auf natürliche Weise mit Stickstoff an, was die Bodenfruchtbarkeit ohne Kunstdünger verbessert. Die Blütezeit von April bis Juni stellt in einer kritischen Phase des Frühjahrs wertvollen Nektar bereit. Mit seiner geringen Höhe von 0,24 m trägt er zur Strukturvielfalt in Bodennähe bei und bietet Lebensraum für spezialisierte Kleinstlebewesen der Trockenstandorte.
Der Stachelige Skorpionsschwanz ist als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund der mechanischen Reizung durch die stacheligen Früchte und fehlender Verzehrfreigabe sollte er außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden. Im klassischen Naturgarten an ungestörten Stellen ist er jedoch völlig unbedenklich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.245 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze viel Wärme und Licht für die Blütenbildung benötigt.
Der Boden sollte durchlässig, eher nährstoffarm und kalkhaltig sein.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen zwischen April und Mai, sobald die Frostgefahr sinkt.
Pflanzzeit Herbst: In milden Lagen ist eine Aussaat im September für das Folgejahr möglich.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein, damit sich die Rosetten gut ausbreiten.
Gießen ist nur in extremen Trockenphasen notwendig; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da die Pflanze sich über Knöllchenbakterien selbst mit Stickstoff versorgt.
Lasse die verblühten Triebe stehen, damit die schweren Samen (10,8828 mg) für die Selbstaussaat reifen können.
Gute Partnerin: Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für magere Böden und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Stachelige Skorpionsschwanz gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). In unserer Region ist er vor allem an sehr warmen Standorten wie Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) zu finden. Die Pflanze wächst rein krautig und verholzt nicht, wobei sie auffällig breite, einfache Blätter ausbildet. Morphologisch besonders markant sind die eingerollten Früchte, die optisch an den Schwanz eines Skorpions erinnern und der Gattung ihren Namen gaben. Er ist ein typischer Vertreter der Magerrasen-Flora.
2 Videos zu Stacheliger Skorpionsschwanz
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →