Bild folgtKI-generierte IllustrationScorzoneroides pyrenaica
Auch bekannt als: Scorzoneroides pyrenaica
An den leuchtend gelben Korbblüten, deren äußere Zungen auf der Unterseite oft rötlich-braun überlaufen sind, lässt sich der Pyrenäen-Löwenzahn (Scorzoneroides pyrenaica) sofort erkennen. Er wächst aus einer dichten Blattrosette und bringt meist nur einen einzelnen, blattlosen Stängel hervor, der sich nach oben hin leicht verdickt. Für deinen Naturgarten ist diese Art wertvoll, da sie als typische Gebirgspflanze auch in kühleren Lagen verlässlich blüht. Davon profitieren vor allem hungrige Schwebfliegen und verschiedene Wildbienen, die im Gebirge nach Nektar suchen. Wenn du einen eher sauren Boden im Garten hast, kannst du mit dieser Art eine echte Lücke schließen. Schau doch mal, ob du ihm ein sonniges Plätzchen auf deiner Magerwiese einräumen willst.
Alpiner Überlebenskünstler: Robuste Blütenpracht für saure Böden und Berggärten.
Als Mitglied der Korbblütler bietet der Pyrenäen-Löwenzahn eine leicht zugängliche Nahrungsquelle für zahlreiche Bestäuber. Da die Blüten flach und offen sind, können Schwebfliegen und kurzrüsselige Wildbienen den Nektar und Pollen problemlos erreichen. In den alpinen Regionen ist er ein wichtiger Baustein im Ökosystem, da er spezialisierten Insekten auch bei rauer Witterung Nahrung liefert. Nach der Blüte bilden sich die typischen Flugsamen, die im Spätsommer und Herbst von kleinen Singvögeln wie dem Stieglitz (Carduelis carduelis) gefressen werden können. Da die Pflanze in der Region Österreich heimisch ist, unterstützt du mit ihrer Ansiedlung die lokale genetische Vielfalt deiner Heimatflora.
Bitte beachte, dass der Pyrenäen-Löwenzahn laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Wie viele Arten mit Milchsaft kann er bei Hautkontakt Reizungen hervorrufen. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem gewöhnlichen Löwenzahn (Taraxacum officinale), dessen Stängel jedoch hohl ist, während der Pyrenäen-Löwenzahn einen gefüllten, markigen Stängel besitzt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Wähle für den Pyrenäen-Löwenzahn einen vollsonnigen Standort, damit er seine Blüten voll entfalten kann.
Der Boden sollte eher sauer und kalkarm sein, was einem pH-Wert im niedrigen Bereich entspricht.
Da er aus feuchten Bergwiesen stammt, ist eine gleichmäßige Bodenfeuchte ideal; vermeide aber unbedingt Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte beim Einsetzen darauf, dass das Herz der Blattrosette knapp über der Erdoberfläche bleibt.
Eine Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, da die Art an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Du kannst die Pflanze durch Teilung älterer Rosetten im Frühherbst vermehren.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend nötig, kann aber die Selbstaussaat unterdrücken.
Über den Winter zieht sich die Pflanze komplett in ihre Rosette zurück und benötigt keinen zusätzlichen Schutz.
Gute Partnerin: Die Blutwurz (Potentilla erecta) – beide teilen die Vorliebe für saure Böden und ergänzen sich optisch hervorragend in naturnahen Enzian- oder Borstgraswiesen.
Der Pyrenäen-Löwenzahn (Scorzoneroides pyrenaica) ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae) und eng mit dem bekannteren Herbst-Löwenzahn verwandt. In unserer Region ist er vor allem in den Bergregionen von Österreich heimisch, wo er auf sauren Borstgrasrasen (Pflanzengesellschaften auf kalkarmen Böden) gedeiht. Morphologisch zeichnet er sich durch seine ungeteilten bis fiederspaltigen Grundblätter und den markigen, nicht hohlen Stängel aus. Als Oreophyt (Gebirgspflanze) ist er perfekt an kurze Sommer und frostharte Winter angepasst. Die Pflanze erreicht meist Wuchshöhen zwischen 5 und 20 Zentimetern.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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