Bild folgtKI-generierte IllustrationScutellaria minor
Auch bekannt als: Moorschildkraut
Du erkennst das Kleine Helmkraut (Scutellaria minor) an seinen zierlichen, blass-purpurnen Lippenblüten, die meist paarweise in den Blattachseln der schmalen Blätter stehen. Diese kleine Kostbarkeit ist ein Spezialist für feuchte, nährstoffarme Stellen und bringt eine ganz besondere Ruhe in naturnahe Gartenbereiche. Da die Art in Deutschland auf der Roten Liste 2 steht, also stark gefährdet ist, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer verschwindenden Art. Sie geht im Boden eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM-Pilzen) ein, was ihre Widerstandskraft stärkt. Wenn du einen feuchten Platz im Garten hast, wird diese seltene Wildpflanze dich begeistern.
Stark gefährdete Naturschönheit: Hol dir das seltene Helmkraut in deinen Garten.
In deinem Garten übernimmt das Kleine Helmkraut eine wichtige Rolle als Arche-Pflanze für die regionale Artenvielfalt. Da sie in der freien Natur laut Roter Liste 2 stark gefährdet ist, bietet dein Garten einen geschützten Ersatzlebensraum für diese seltene Art. Durch ihre Anpassung an magere Standorte fördert sie eine spezialisierte Bodenflora und -fauna, die in überdüngten Landschaften keinen Platz mehr findet. Die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Wurzel-Pilz-Gemeinschaft) unterstützt zudem ein gesundes Mikroklima im Boden. Auch wenn spezifische Insektendaten in der Datenbank fehlen, ist sie als einheimischer Lippenblütler ein fester Bestandteil unserer ursprünglichen Feuchtwiesengemeinschaften.
Bitte beachte, dass das Kleine Helmkraut laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Es ist zwar nicht für schwere Vergiftungen bekannt, dennoch sollte vorsichtshalber auf einen Verzehr der Pflanzenteile verzichtet werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Wuchsform und der Lippenblüten an feuchten Standorten kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.16 m
Das Kleine Helmkraut benötigt einen Standort in voller Sonne, wobei der Boden stets zuverlässig feucht sein muss. * Ideal ist ein Boden, der als Schwachzehrer-Substrat fungiert, also sehr nährstoffarm und eher sauer ist. * Die Pflanzzeit liegt im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist. * Da die Pflanze eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM-Pilzen) eingeht, solltest du auf mineralischen Dünger verzichten, um diese nützlichen Bodenpilze nicht zu schädigen. * Eine Vermehrung erfolgt meist von selbst durch Ausläufer oder Selbstaussaat an zusagenden Stellen. * Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich; lass die Pflanze über Winter stehen. * Gute Partnerin: Die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) – beide teilen die Vorliebe für feuchte, magere Standorte und ergänzen sich wunderbar in ihrem ökologischen Anspruch.
Das Kleine Helmkraut gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland und Österreich indigen (ursprünglich heimisch). Es wächst bevorzugt in lichten Mooren und auf feuchten Heideflächen, wo es als Schwachzehrer (Pflanze, die an nährstoffarme Böden angepasst ist) konkurrenzstark bleibt. Morphologisch zeichnet es sich durch den namensgebenden Buckel auf dem oberen Kelchblatt aus, der wie ein Helm geformt ist. Die Pflanze bleibt mit meist 10 bis 20 Zentimetern eher niedrig und bildet feine Ausläufer.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →