Bild folgtKI-generierte IllustrationSedum cespitosum
Auch bekannt als: Sedum caespitosum
Du erkennst die Zwerg-Fetthenne (Sedum cespitosum) an ihren winzigen, dickfleischigen Blättchen, die sich bei Trockenheit oft intensiv rötlich färben und nur wenige Zentimeter hoch werden. Diese kleine Pionierpflanze besiedelt Standorte, an denen fast nichts anderes wächst, und ist somit eine Spezialistin für Extrembereiche in deinem Garten. Da sie mit extrem wenig Wasser auskommt, ist sie eine ideale Antwort auf immer trockener werdende Sommer. Du kannst mit ihr ganz einfach versiegelte Flächen wie Garagendächer oder Pflasterfugen ökologisch aufwerten und so auch auf kleinstem Raum einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.
Die winzige Überlebenskünstlerin für die heißesten Ecken deines Gartens
Da für diese spezifische Art aktuell keine detaillierten Bestäuberdaten vorliegen, lässt sich ihre ökologische Rolle vor allem als wichtiger Lückenfüller in extremen Mikrolebensräumen beschreiben. Als heimische Art in Österreich stellt sie eine natürliche Komponente der dortigen Felsvegetation dar. Solche sukkulenten Pflanzen bieten oft Nischen für spezialisierte Insekten, die in der kargen Umgebung Schutz suchen. Die Samenreife im Sommer liefert potenziell Nahrung für bodennah lebende Kleintiere. Im Winter dienen die verbleibenden Strukturen als Deckung in ansonsten kahlen Gartenbereichen. Sie trägt so zur Vielfalt auf engstem Raum bei, wo andere Pflanzen längst aufgeben würden.
Die Zwerg-Fetthenne ist laut aktuellen Daten nicht als kindersicher eingestuft. Es empfiehlt sich daher, sie an Stellen zu pflanzen, die nicht unmittelbar als Spielfläche für Kleinkinder dienen, um ein versehentliches Verschlucken der Pflanzenteile zu vermeiden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund des charakteristischen, sukkulenten Wuchses in dieser winzigen Größe kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.03 m
Wähle einen vollsonnigen Standort mit sehr magerem, durchlässigem Boden.
Sie gedeiht am besten auf Substraten mit hohem mineralischem Anteil wie Sand, Kies oder Schotter.
Staunässe (stehendes Wasser) musst du unbedingt vermeiden, da die Wurzeln der Pflanze sonst faulen.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Einmal etabliert, benötigt die Zwerg-Fetthenne keinerlei zusätzliche Bewässerung oder Düngung.
Die Vermehrung erfolgt meist ganz von selbst durch Selbstaussaat an den passenden kahlen Stellen.
Da die Pflanze sehr klein bleibt, solltest du darauf achten, dass sie nicht von wüchsigen Nachbarn überwuchert wird.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze nach der Samenreife meist vergeht.
Gute Partnerin: Die Dach-Hauswurz (Sempervivum tectorum) – beide teilen die Vorliebe für extrem trockene Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend auf Mauerkronen.
Die Zwerg-Fetthenne gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist innerhalb der Gattung der Fetthennen eine der kleinsten Vertreterinnen. In unserer Region kommt sie natürlicherweise in Österreich vor, wo sie felsige Standorte und lückige Trockenrasen (warme, nährstoffarme Wiesen) bevorzugt. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre sukkulenten (wasserstpeichernden) Blätter aus, die wechselständig angeordnet sind. Meist wächst sie ein- oder zweijährig und schließt ihren Lebenszyklus nach der Samenreife im Hochsommer schnell ab.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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