Bild folgtKI-generierte IllustrationSedum dasyphyllum
Auch bekannt als: Dickblatt-Fetthenne, Buckel-Mauerpfeffer
An ihren dichten, fast kugeligen Blättern, die wie kleine blaugraue Perlen an den Trieben sitzen, lässt sich die Buckel-Fetthenne (Sedum dasyphyllum) sofort erkennen. Diese zierliche Pflanze ist eine Überlebenskünstlerin für Standorte, die den meisten anderen Gewächsen zu trocken sind. Da sie in der Natur auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung im Garten einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Sie besiedelt bevorzugt Mauerritzen oder Felsspalten und bietet dort Struktur, wo kaum eine andere Art Fuß fassen kann. Wenn du eine pflegeleichte Bewohnerin für deine sonnige Trockenmauer suchst, liegst du mit dieser heimischen Kostbarkeit genau richtig.
Gefährdete Felsschönheit: Die Buckel-Fetthenne meistert Hitze und Trockenheit.
In der ökologischen Gartenkultur übernimmt die Buckel-Fetthenne eine wichtige Funktion als Pionierpflanze (Erstbesiedlerin). Sie stabilisiert mit ihren feinen Wurzeln lockeres Material in Steinfugen und schafft so wertvolle Kleinstlebensräume in ansonsten vegetationsfreien Zonen. Da sie speziell an xerotherme Standorte (trockene, warme Plätze) angepasst ist, fördert sie die Biodiversität in Nischen, die für die meisten Pflanzen unbewohnbar sind. In den Wintermonaten bieten die dichten Polster Schutz für Kleinstlebewesen, die in den trockenen Hohlräumen von Mauern überwintern.
Die Buckel-Fetthenne ist nicht als kindersicher eingestuft. Ein Verzehr der fleischigen Pflanzenteile sollte vermieden werden, da dies zu Unverträglichkeiten führen kann. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten in ihrem typischen Lebensraum auf Mauern und Felsen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Die Buckel-Fetthenne ist die ideale Besetzung für Plätze, an denen die Sonne unbarmherzig brennt.
Standort : Wähle einen vollsonnigen, heißen Platz.
Boden : Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und benötigt magere, gut durchlässige Erde, am besten mit Schotter oder Sand vermischt.
Pflanzzeit : Du kannst sie von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege : Gießen musst du sie fast nie, da sie Wasser in ihren Blättern speichert. Dünger schadet ihr eher, als dass er nutzt.
Vermehrung : Du kannst einfach kleine Teilstücke der Polster abtrennen und an einer neuen Stelle in eine Fuge drücken.
Kombination : Eine gute Partnerin ist der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide teilen die Vorliebe für karge Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend auf Mauerkronen.
Die Buckel-Fetthenne (Sedum dasyphyllum) ist eine sukkulente (wasserspeichernde) Pflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen (einheimisch) gilt. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkreiche Felsen und Mauern in sonnigen Lagen. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch ihre polsterbildende Wuchsform und die oft drüsig behaarten, weißlichen bis rötlichen Blüten aus. Als Bewohnerin von Extremstandorten ist sie perfekt an Hitze und Nährstoffmangel angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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