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Sedum villosum
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Auch bekannt als: Sumpf-Fetthenne
Du erkennst die Behaarte Fetthenne (Sedum villosum) an ihren für Dickblattgewächse ungewöhnlichen, drüsigen Haaren auf den rötlich überlaufenen Blättern und den blassrosa Blütensternen. Da diese Art auf der Roten Liste in der Kategorie 1 steht, also vom Aussterben bedroht ist, holst du dir einen echten botanischen Schatz in den Garten. Sie besiedelt extreme Standorte, die heute in der freien Natur kaum noch zu finden sind. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, dient sie in deinem Garten vor allem als wichtiger Baustein für die floristische Vielfalt an feuchten Sonderstandorten. Mit der Ansiedlung dieser Rarität leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt einer hochgradig gefährdeten heimischen Wildpflanze.
Rote-Liste-Juwel für den feuchten Sonnenplatz: Schütze eine aussterbende Art.
In der ökologischen Vernetzung nimmt die Behaarte Fetthenne eine Sonderrolle ein, da sie Standorte besiedelt, an denen kaum andere Blütenpflanzen überdauern können. Obwohl keine spezifischen Daten zu Bestäuberbesuchen vorliegen, ist sie als Teil der heimischen Flora ein Puzzleteil im Nahrungsnetz spezialisierter Insekten der Moorlandschaften. Da sie vom Aussterben bedroht ist, liegt ihr Hauptwert für die Artenvielfalt im Erhalt des genetischen Erbes unserer Region. Sie bietet durch ihre späte Blüte eine zusätzliche Nahrungsquelle in Lebensräumen, die oft durch Gräser dominiert werden. Im Winter bleiben die trockenen Samenständer stehen und dienen als Versteck für Kleinstlebewesen.
Die Behaarte Fetthenne ist nicht als kindersicher eingestuft. Wie viele Dickblattgewächse kann sie Inhaltsstoffe enthalten, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen oder die Schleimhäute reizen können. Aufgrund ihrer Seltenheit und Gefährdung sollte sie ohnehin ausschließlich als Zier- und Schutzobjekt im Garten verbleiben und nicht für den Verzehr oder Heilzwecke verwendet werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,091 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Die Behaarte Fetthenne ist eine Spezialistin für Standorte, die gleichzeitig sonnig und dauerhaft feucht sind.
Die Behaarte Fetthenne gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Sie ist in den kühleren Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Flachmoore (nährstoffarme, dauerfeuchte Moore) und Quellfluren (offene Bodenstellen an Wasseraustritten). Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre sukkulenten (wasserspeichernden) Blätter aus, die im Gegensatz zu den meisten anderen Fetthennen-Arten mit klebrigen Drüsenhaaren besetzt sind.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•TRY v6.0 / BiolFlor flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Trefflich, A., Klotz, S. & Kühn, I. (2002). Blühphänologie. BIOLFLOR, Schriftenreihe für Vegetationskunde 38:127–131.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.