Bild folgtKI-generierte IllustrationSegestria bavarica C.L.Koch, 1843
An ihrem bis zu elf Millimeter langen, bräunlichen Körper und dem markanten röhrenförmigen Gespinst in Mauerspalten kannst du die Bayerische Fischernetzspinne (Segestria bavarica) gut erkennen. Diese Spinne ist eine spezialisierte Lauerjägerin (ein Jäger, der in einem Versteck auf Beute wartet), die strahlenförmige Signalfäden vor ihrem Schlupfwinkel auslegt. Sobald ein Insekt diese Fäden berührt, schnellt die Spinne aus ihrer Röhre hervor, um die Beute zu fangen. In deinem Garten bewohnt sie bevorzugt vertikale Strukturen wie alte Trockenmauern, Gebäudefassaden oder die rissige Borke von Bäumen. Als nützliche Mitbewohnerin vertilgt sie eine Vielzahl kleinerer Insekten wie Fliegen oder Mücken und hilft so, deren Bestand zu regulieren. Du kannst dieses Tier unterstützen, indem du Ritzen in Gartenmauern nicht verfugst und Totholzstrukturen unangetastet lässt. Es ist wichtig, die Gespinste nicht zu entfernen, da sie der Spinne als dauerhafter Wohnort und Schutzraum dienen. Ihre Anwesenheit zeigt, dass dein Garten kleine Nischen für spezialisierte Jäger bietet. Da sie sehr ortstreu (fest an einem Ort bleibend) ist, verweilt sie oft über lange Zeit im selben Versteck. Auf chemische Pflanzenschutzmittel solltest du verzichten, um ihre Nahrungsgrundlage nicht zu gefährden.
Diese Spinne ist für den Menschen vollkommen harmlos und verhält sich äußerst scheu. Bei einer Störung zieht sie sich sofort tief in ihre schützende Wohnröhre zurück, sodass kein Kontakt zustande kommt.
Die Bayerische Fischernetzspinne (Segestria bavarica) gehört zur Familie der Fischernetzspinnen (Segestriidae) und ist eine heimische Art der Webspinnen (Araneae). Ihr natürliches Vorkommen erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Sie erreicht eine Körpergröße von etwa sieben bis elf Millimetern und ist an trockene Lebensräume angepasst. Als Teil der Klasse der Spinnentiere (Arachnida) besiedelt sie bevorzugt Spalten in Stein oder Holz.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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