Bild folgtKI-generierte IllustrationSempervivum funckii
Auch bekannt als: Sempervivum × funckii, Sempervivum ×funckii
Du erkennst die Wimperdrüsige Hauswurz (Sempervivum funckii) an ihren dichten, kugeligen Rosetten, deren Blattränder mit feinen, drüsigen Wimperhaaren besetzt sind. Für deinen Naturgarten ist sie wertvoll, da sie spezialisierte Standorte wie Trockenmauern besiedelt und so zur Erhaltung der regionalen Artenvielfalt beiträgt. Da zu dieser speziellen Art keine Bestäubungsdaten vorliegen, förderst du mit ihrer Ansiedlung vor allem den Schutz einer bedrohten Rarität. In deinem Steingarten wird sie zum langlebigen Blickfang, der fast keine Aufmerksamkeit verlangt.
Botanische Rarität: Die extrem seltene Alpen-Schönheit für deine Trockenmauer.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten liegen für diese spezielle Art keine konkreten Beziehungsdaten zu Insekten vor. Ihr ökologischer Wert definiert sich primär über ihren Status auf der Roten Liste als extrem seltene Art (R). Indem du sie im Garten kultivierst, trägst du zur Ex-situ-Erhaltung (Erhaltung außerhalb des natürlichen Lebensraums) einer gefährdeten Pflanze bei. Als Bewohnerin von Xerothermstellen (trockene, warme Standorte) bietet sie zudem Struktur für die Mikrofauna in Steingärten. Sie besetzt ökologische Nischen, in denen herkömmliche Gartenpflanzen nicht überleben könnten, und schützt den Boden an steilen Stellen vor Abtragungen.
Die Wimperdrüsige Hauswurz wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie keine hochgiftigen Inhaltsstoffe wie andere Gartenpflanzen besitzt, solltest du beim Umgang mit kleinen Kindern im Garten vorsichtig sein. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Wildpflanzen besteht aufgrund der charakteristischen sukkulenten Rosettenform praktisch nicht.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jul – Jul
Damit die Wimperdrüsige Hauswurz bei dir gut gedeiht, solltest du folgende Punkte beachten:
Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise in einer Felsspalte oder auf einer Trockenmauer.
Der Boden muss extrem durchlässig und eher mager (nährstoffarm) sein, um Fäulnis zu verhindern.
Vermeide unbedingt Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich), da die Pflanze an trockene Gebirgslagen angepasst ist.
Pflanzzeit ist von März bis Mai oder von September bis Ende November, sofern der Boden offen ist.
Dünger ist nicht notwendig; die Pflanze versorgt sich selbst aus kleinsten Substratresten.
Die Vermehrung klappt am besten durch das vorsichtige Abtrennen der Tochterrosetten.
Im Winter benötigt sie keinen Schutz, da sie vollkommen frosthart ist.
Gute Partnerin: Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide teilen die Vorliebe für extrem trockene, sonnige Standorte und bilden zusammen einen dichten Teppich gegen Bodenerosion.
Die Wimperdrüsige Hauswurz gehört zur Gattung Sempervivum und wird als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 in ein Gebiet gelangte) eingestuft, obwohl sie in Österreich ursprünglich heimisch ist. Ihr natürlicher Lebensraum sind felsige Standorte und alpine Schuttfluren, wo sie sukkulente (wasserspeichernde) Blätter nutzt, um Hitze und Trockenheit zu trotzen. Morphologisch auffallend ist die dichte Behaarung der Rosettenblätter, die den Verdunstungsschutz erhöht. Durch ihre Seltenheit ist sie ein botanisches Juwel für Kenner alpiner Flora.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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