Bild folgtKI-generierte IllustrationSempervivum wulfenii
Auch bekannt als: Wulfen-Hauswurz
An den blassgelben Blüten und den großen, fleischigen Blattrosetten lässt sich die Wulfen-Hauswurz (Sempervivum wulfenii) sofort erkennen. Im Gegensatz zu vielen ihrer rötlich blühenden Verwandten zeigt diese Art eine sanfte, schwefelgelbe Färbung während der Sommermonate. In deinem Naturgarten übernimmt sie eine wichtige Rolle als Spezialistin für Extremstandorte wie Trockenmauern oder Steingärten. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die mit fast keinem Wasser auskommt, machst du mit diesem Gebirgsbewohner alles richtig.
Alpine Überlebenskünstlerin: Die gelb blühende Spezialistin für trockenste Felsen.
In der freien Natur besiedelt die Wulfen-Hauswurz karge Felsspalten und übernimmt dort die Funktion einer Pionierpflanze, die ersten Halt auf nacktem Gestein findet. In deinem Garten bietet sie vor allem während der Hochsommerhitze eine verlässliche Nahrungsquelle für Insekten, wenn viele andere Pflanzen bereits vertrocknet sind. Durch ihre Sukkulenz (Fähigkeit zur Wasserspeicherung) bleibt sie auch in Dürreperioden vital und stabilisiert das Mikroklima in Steingärten. Da sie in den Alpen oft in isolierten Lagen vorkommt, fördert sie im Garten die Vernetzung alpiner Lebensräume im Siedlungsraum.
Die Wulfen-Hauswurz ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Auch wenn Hauswurz-Arten in der Volksheilkunde genutzt werden, können die Inhaltsstoffe bei Verzehr oder empfindlicher Haut zu Reizungen führen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gartenpflanzen besteht aufgrund der charakteristischen Rosettenform kaum. Dennoch solltest du darauf achten, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze eine sehr hohe Lichtbedürftigkeit (Ellenberg Lichtzahl 9) besitzt.
Der Boden sollte extrem durchlässig und sehr trocken sein (Ellenberg Feuchtezahl 2).
Achte darauf, dass das Substrat mager ist, da sie kaum Stickstoff benötigt (Ellenberg Stickstoffzahl 1).
Verwende für die Pflanzung vorzugsweise silikatisches Material wie Granit- oder Quarzsand, da sie kalkfliehend ist.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Eine Vermehrung gelingt ganz leicht über die Tochterrosetten, die an kurzen Ausläufern gebildet werden.
Da die Hauptrosette nach der Blüte abstirbt, solltest du die kleinen Ableger einfach an Ort und Stelle weiterwachsen lassen.
Gießen ist im Freiland fast nie nötig, da Staunässe (stehendes Wasser) zum Verfaulen der Wurzeln führt.
Gute Partnerin: Die Weiße Fetthenne (Sedum album) – beide teilen die Vorliebe für trockene, nährstoffarme Sonnenplätze und bilden gemeinsam einen dichten Teppich.
Die Wulfen-Hauswurz gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist in den Ostalpen, vor allem in Österreich, heimisch. Sie wächst dort bevorzugt auf kalkarmen Böden und felsigen Untergründen in der subalpinen bis alpinen Höhenstufe. Typisch sind die bis zu zehn Zentimeter breiten Rosetten, deren Blätter am Rand fein bewimpert (behaart) sind und oft eine rötliche Basis aufweisen. Als Sukkulente (Wasserspeicherpflanze) hat sie die Fähigkeit entwickelt, Feuchtigkeit über lange Zeit in ihren Blättern zu speichern.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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