Bild folgtKI-generierte IllustrationSesleria albicans var. albicans
An ihren markanten, bläulich-grün schimmernden Blättern und den sehr frühen, fast schwarzen Blütenköpfen lässt sich das Kalk-Blaugras (Sesleria albicans) sofort erkennen. Es wächst in dichten Horsten (kompakte Grasbüschel) und bringt bereits im Vorfrühling Struktur in dein Beet. Für die Natur ist es wertvoll, da es Raupen von spezialisierten Schmetterlingen wie dem Braunauge (Lasiommata maera) als Futterquelle dient. Zudem bietet das dichte Laub wertvollen Unterschlupf für nützliche Laufkäfer. Wenn du eine robuste Pflanze für karge, sonnige Stellen suchst, triffst du mit diesem Gras eine hervorragende Wahl.
Der blauschimmernde Vorbote: Wintergrüne Struktur und Futter für das Braunauge.
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist das Kalk-Blaugras eine wichtige Raupenfutterpflanze für spezialisierte Edelfalter. Insbesondere das Braunauge (Lasiommata maera) ist auf solche Gräser zur Eiablage angewiesen. Als Windbestäuber bietet es zwar keinen Nektar, liefert aber bereits im März wertvollen Pollen für die ersten aktiven Insekten. Die dichten, wintergrünen Blattschöpfe sind zudem ein lebenswichtiger Rückzugsort für räuberische Laufkäfer, die im Garten als natürliche Schädlingsbekämpfer fungieren. Im Winter bieten die stabilen Halme kleinen Singvögeln Schutz vor der Witterung.
Bitte beachte, dass die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft wird. Der Grund sind die Blattränder, die sehr scharfkantig sein können und bei unvorsichtigem Greifen zu kleinen Schnittverletzungen an den Händen führen. Davon abgesehen ist das Gras ungiftig und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.16 m
Standort: Wähle einen sonnigen bis maximal halbschattigen Platz in deinem Garten.
Boden: Ideal ist ein magerer (nährstoffarmer), kalkhaltiger und gut durchlässiger Boden.
Wasserbedarf: Die Ellenberg-Feuchtezahl 3 zeigt an, dass die Pflanze sehr gut mit Trockenheit zurechtkommt.
Lichtanspruch: Eine Lichtzahl von 8 bedeutet, dass das Gras einen vollsonnigen Platz benötigt.
Pflanzzeit: Setze das Gras von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Pflege: Da die Pflanze wintergrün ist, darfst du sie im Herbst nicht zurückschneiden.
Frühjahrspflege: Kämme abgestorbene Halme im zeitigen Frühjahr einfach vorsichtig mit den Fingern aus.
Vermehrung: Du kannst zu groß gewordene Horste im Frühjahr mit dem Spaten teilen.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris). Beide besiedeln denselben Lebensraum und ergänzen sich optisch durch ihre frühen Blütezeiten auf kalkreichem Untergrund.
Das Kalk-Blaugras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist primär in den Alpen sowie den Mittelgebirgen Mitteleuropas verbreitet. Es besiedelt bevorzugt Kalk-Magerrasen (trockene, kalkreiche Wiesen) und felsige Hänge. Charakteristisch ist der zweifarbige Effekt der Blätter: Die Oberseite ist blaugrün, während die Unterseite in einem kräftigen Dunkelgrün glänzt. Als horstbildendes Gras breitet es sich kontrolliert ohne Ausläufer aus.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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