Bild folgtKI-generierte IllustrationSibianor aurocinctus (Ohlert, 1865)
Der Gewöhnliche Dickbeinspringer (Sibianor aurocinctus) ist eine kleine, kompakt gebaute Webspinne, die durch ihre auffällig verdickten Vorderbeine und das Fehlen eines Fangnetzes auffällt. Diese Tiere gehören zur Gruppe der Springspinnen, die ihre Beute nicht mit Netzen, sondern durch aktive Jagd und gezielte Sprünge erbeuten. In Deinem Garten bevorzugt dieser flinke Jäger die bodennahe Krautschicht (der Bereich der niedrigen Wildkräuter) oder offene Bodenstellen. Mit seinen hochentwickelten Augen nimmt er Bewegungen präzise wahr und schleicht sich wie eine Katze an kleine Insekten heran. Als Nützling spielt er eine wichtige Rolle, da er kleine Fliegen und andere Kleinstinsekten reguliert. Du kannst diesen heimischen Gartenbewohner unterstützen, indem Du verblühte Stauden und herabgefallenes Laub im Winter liegen lässt. Solche natürlichen Strukturen dienen ihm als lebensnotwendiger Rückzugsort und Jagdrevier. Auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln solltest Du verzichten, um die empfindlichen Tiere nicht zu gefährden. Ein naturnaher Garten mit einer dichten Krautschicht bietet ihm ideale Lebensbedingungen. Wenn Du ihn entdeckst, beobachte ruhig sein faszinierendes Sehverhalten, bei dem er den Vorderkörper oft ruckartig in Deine Richtung dreht.
Diese Springspinne ist für Menschen vollkommen harmlos und zeigt keinerlei aggressives Verhalten. Ihre Kieferklauen (Mundwerkzeuge der Spinnen) sind viel zu klein und schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen. Eine Verwechslung mit für den Menschen relevanten Giftspinnen besteht in unseren Gärten nicht.
Sibianor aurocinctus gehört innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae) zur Familie der Springspinnen (Salticidae). Diese heimische Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und besiedelt vorrangig sonnige, eher trockene Lebensräume. Mit einer Körperlänge von etwa drei bis vier Millimetern gehört sie zu den kleineren Vertretern ihrer Familie. Als aktiver Sichtjäger verzichtet die Art vollständig auf den Bau von Fangnetzen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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